Berlin - Der vermeintliche Nachweis einer Misch-Variante aus Delta und Omikron in Zypern geht Experten zufolge wohl auf Verunreinigungen während der Analyse zurück. „Diese Genome sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Artefakte“, sagte Richard Neher von der Universität Basel der Deutschen Presse-Agentur. Der führende Experte für Virusvarianten sagte weiter, die Omikron-Mutationen, die in einem Zusammenhang mit Delta-Genomsequenzen beobachtet würden, beträfen alle einen DNA-Abschnitt, der bei Delta-Nachweisen oft sehr schwach ausfalle und daher sehr anfällig für Kontamination sei. „Es ist zwar durchaus möglich, dass es Rekombinanten gibt, aber bislang wurden keine größeren Ausbrüche mit solchen Varianten beobachtet“, so Neher. „Diese Genome aus Zypern sind vermutlich keine Rekombinanten.“ 

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