Berlin - Patienten mit Demenz werden Experten zufolge oft falsch oder gar nicht behandelt. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Innovationsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht, erhalten Menschen mit Alzheimer-Demenz in Deutschland vorrangig Beruhigungsmittel. Die Kasse spricht von einer „flächendeckenden Fehlversorgung“.

Insgesamt erhalten demnach nur 14 Prozent der an Demenz erkrankten TK-Versicherten ausschließlich einen Arzneistoff zur Behandlung dieser Krankheit, ein sogenanntes Antidementivum. Neun Prozent werden mit einem Antidementivum und zusätzlich mit einem Beruhigungsmittel behandelt, wie aus der Untersuchung von Experten der Universität Bremen hervorgeht. Jeder vierte Patient (26 Prozent) mit der Diagnose Demenz erhält sogar ausschließlich Beruhigungsmittel.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.