Berlin - Was hat die frisch geerntete, noch grüne Banane, die wir im Supermarkt kaufen, mit uns und unserem Umgang mit der Welt zu tun? Zunächst einmal, dass sie eben nicht „erntefrisch“, sondern ein „Logistikwunder“ ist, wie zwei Berliner Wissenschaftlerinnen schreiben. Genau darüber müsste der Handel den Kunden ehrlicherweise auch informieren. Denn als reines Naturprodukt – wie es die Werbung suggeriert – kann es solche Bananen hierzulande gar nicht geben.

„Wenn man sich im Supermarkt eine Banane aussucht, denkt man kaum daran, dass unzählige Akteure in verschiedenen Räumen der Welt zusammenspielen mussten, damit es die Banane in dieser Qualität überhaupt an diesem Ort zu kaufen gibt“, sagt die Soziologin Linda Hering von der Technischen Universität (TU) Berlin. Gemeinsam mit der Geografin Julia Fülling von der Humboldt-Universität (HU) hat sie sich des Themas im Rahmen des Berliner Sonderforschungsbereichs „Re-Figuration von Räumen“ angenommen. Ihr Artikel „Die karibische Banane im deutschen Supermarkt“ ist im Forschungsband „Am Ende der Globalisierung“ im Transcript-Verlag erschienen, der Ergebnisse des  Sonderforschungsbereichs präsentiert.

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