Berlin - Pflegekräfte, deren Gesichter durch das lange Maskentragen gezeichnet sind. Gestapelte Särge in Krematorien, mit Aufschriften wie „Achtung, Covid!“. Maschinen, die sich auf Intensivstationen um Corona-Patienten türmen. Bilder, TV- oder Radiobeiträge über das Leid anderer lösen in Menschen etwas aus: Empathie und Mitgefühl. Was viele nicht wissen: Es handelt sich um unterschiedliche soziale Emotionen, wie die Neurowissenschaftlerin und Psychologin Tania Singer im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt. Wer keine Trennung zwischen dem Selbst und dem Anderen schaffe, übertrage das Leid des Anderen unbewusst auf sich selbst. Das führe zu empathischem Stress.

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