Director, Department of Regulation in Infection Biology, Max Planck Institute for Infection Biology, and Honorary Professor at Humboldt University, Berlin, Germany
Visiting Professor at Umeå University Sweden
Foto: Imago Images/Science Photo Library

BerlinWenn in der nächsten Woche die diesjährigen Nobelpreisträger verkündet werden, könnte es sein, dass sich die weltweite Aufmerksamkeit für einen Tag nach Berlin-Mitte richtet – auf die Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene am Campus der Charité. Die Person, um die es sich dann dreht, heißt Emmanuelle Charpentier und ist 52 Jahre alt. Die französische Biologin und Genetikerin forscht seit fünf Jahren in Berlin. Sie ist eine der Entwicklerinnen der Genschere Crispr/Cas9. Diese Technologie, mit der sich das Erbgut von Menschen, Tieren und Pflanzen vergleichsweise einfach und präzise verändern lässt, wird seit einigen Jahren als nobelpreiswürdig eingestuft – und zwar entweder für den Medizin- und Physiologiepreis, noch wahrscheinlicher ist aber der für Chemie.

Ob es dieses Jahr so weit ist, klärt sich Anfang kommender Woche, wenn die Nobelpreiskomitees tagen: Am Montag wird im schwedischen Stockholm bekannt gegeben, wer den Medizinnobelpreis 2020 bekommt, am Mittwoch stehen die Chemie-Preisträger fest. Zur Einstimmung geben wir einen Überblick über den Entwicklungsstand von Crispr/Cas und die Rolle von Emmanuelle Charpentier. Und wir erklären, warum die Vergabepraxis der Nobelpreise eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist.

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