BerlinJüngst rief ein Angehöriger bei Martina Müller an. Er schrie regelrecht durch den Hörer. Er wollte wissen, was mit seiner demenzkranken Mutter passiere. Ob es ihr gut gehe, wie sie betreut werde. Müller antwortete ihm, dass sie und ihre Kolleginnen alles Erdenkliche täten, sich an alle Vorschriften hielten. Und dass seine Mutter nicht infiziert sei.

Das Telefonat führte sie zwei Tage nach jenem vergangenen Freitag, an dem abends nach einem Behördenbeschluss 14 infizierte Heimbewohner evakuiert werden mussten. Müller und ihre Kolleginnen mussten ihnen zügig die Schutzkleidung anziehen, den Mundschutz aufsetzen. Sie blickten in fragende, verunsicherte und verängstigte Gesichter alter, gebrechlicher Menschen.

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