Blick ins Grün: Fast jeder Deutsche findet inzwischen, dass mit der Natur nicht sorglos umgegangen werden darf. 
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

BerlinEiner Sache ist sich Umweltministerin Svenja Schulze sicher, und die steht nicht in der Studie, die sie am Freitag vorstellte: „In der Krise spüren wir, wie wichtig das Naturerleben ist.“ In der Krise: also jetzt. Viele Menschen ziehe es seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in die Natur, sagte sie. Svenja Schulze hat die Naturbewusstseins-Studie, die sie präsentierte, damit quasi nach Gefühl aktualisiert. Die Studie, die alle zwei Jahre feststellt, wie es um das Verhältnis der Deutschen zur Natur steht, hat diesmal nämlich einen Schönheitsfehler: Die Daten wurden im vergangenen Jahr erhoben – also in einer anderen Zeit.

Interessant wäre es, belegen zu können, wie sich das Erleben der Pandemie auf das Naturverhältnis ausgewirkt hat. Ob die Menschen im Lockdown gemerkt haben, was für ein effizienter Stresslöser ein Waldspaziergang sein kann. Ob das erzwungene Innehalten dazu geführt hat, unsere Lebensweise in Nicht-Krisenzeiten zu hinterfragen. Und ob das Wissen sich niederschlägt, dass das neue Coronavirus auch die Konsequenz eines falschen Umgangs des Menschen mit der Natur ist.

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