Feuerwehrleute löschen am Wochenende einen Waldbrand bei Wandlitz in Nordbrandenburg.
Footo: dpa/Julian Stähle

BerlinDer Frühling ist noch gar nicht richtig da und der Osterspaziergang noch nicht absolviert, da gibt es bereits die ersten Warnmeldungen aus den Weiten rings um Berlin. Fast überall im Land Brandenburg wird am Feierwochenende wohl die zweithöchste Waldbrandwarnstufe erreicht.

Da in Brandenburg vor allem schnell brennende Kiefernwälder stehen, gilt es als das am meisten von Waldbränden heimgesuchte Bundesland.

Mehr Brände als bundesweit

Das zeigt ein Beispiel vom vergangenen Juli: Da wütete ein Feuer bei Jüterbog in 800 Hektar Wald. Diese Zahl sagt nicht viel, aber der Vergleich: Nach Angaben des Umweltbundesamtes gibt es einen Mittelwert der Waldbrände für den Zeitraum von 1993 bis 2016: Jedes Jahr ereigneten sich im Schnitt 1000 Brände, bei denen 505 Hektar Wald betroffen sind – wohlgemerkt bundesweit. Eine Zahl, die  inzwischen allein in Brandenburg jeden Sommer überboten wird. Die Klimaerwärmung ist dabei ein zustätzlicher Faktor. 

Die vergangenen zwei Jahre waren die trockensten in der Region Berlin-Brandenburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In diesem Winter gab es nun etwas Niederschlag, aber nicht viel, es gab auch kein Schnee, der langsam schmolz und die Erde durchnässte. Die Böden sind trocken. Das ist keine gute Ausgangsbasis für die Vegetationssaison.

Hilfe gegen „Trockenstress“

Wälder können leider nicht gegossen werden. Aber in Berlin kann den Stadtbäumen beim Start in den Frühling geholfen werden. Damit die Bäume nicht gleich wieder „Trockenstress“ haben, sollten die Bezirke und der Senat – trotz aller Corona-Probleme – schnell Tankwagen losschicken, um Bäume zu gießen.

Und die Umweltsenatorin sollte die Berliner aufrufen, sich vor dem Haus einen Baum zu suchen, für ihn Pate zu sein und ihn regelmäßig und reichlich zu gießen.

Genügend Zeit haben die Leute ja derzeit im Homeoffice. Und auch in Kurzarbeit sollten wir die Natur nicht vergessen.