Einer von acht entzückenden Wolfswelpen in Saltillo.
Foto: AFP/Julio Cesar Aguilar

Aus Mexiko erreichen uns gar bezaubernde Bilder. Dort scheint die Nachzucht des besonders gefährdeten Mexikanischen Wolfes (Canis lupus baileyi) einige Fortschritte zu machen. Das Wüstenmuseum in Saltillo, der Hauptstadt im Bundesstaat Coahuila, hat die Geburt von acht gesunden Wolfswelpen verkündet. Dies sei der fünfte in der Einrichtung geborene Wurf und ein wichtiger Schritt für eine vom Aussterben bedrohte Art, lässt uns das Museo del Desierto wissen, denn mit den jüngsten Geburten habe sich  die Gesamtzahl der weltweit lebende Tiere auf 204 erhöht.

Auch in New Mexico wurden unlängst Mexikanische Wölfe geboren – im Zoo von Albuquerque.

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Seit 2009 beteiligt sich das Museum an einer binationalen Initiative zur Rettung des Mexikanischen Wolfes – mehr als 50 Institutionen aus Mexiko und den USA arbeiten hier über die Grenzen hinweg zusammen. Alles begann mit einem Abkommen zwischen den beiden Ländern: Zwischen 1977 und 1980 wurden fünf Mexikanische Wölfe in den mexikanischen Bundesstaaten Durango und Chihuahua gefangen und in der Gefangenschaft weiter gezüchtet. So sollte ein überlebensfähiger Bestand aufgebaut und die Tiere später wieder ausgewildert werden.

Die Ausrottung des Mexikanischen Wolfes stand kurz bevor. Die Jagd des Menschen auf Elche und Rotwild nahm ihm die Lebensgrundlage und zwang ihn, auf die bäuerlichen Viehbestände auszuweichen. In der Folge wurde der Wolf unerbittlich gejagt und großflächig ausgerottet. Privatpersonen, aber auch die Forstbehörden schossen oder vergifteten die Tiere – seit Beginn des 20. Jahrhunderts konnte in den Vereinigten Staaten kein Mexikanischer Wolf mehr nachgewiesen werden. Erst im März 1998 wurden 34 der Tiere im Südosten Arizonas wieder ausgewildert.