PotsdamEs läuft fast überall auf der Welt nach diesem Schema ab: Sobald es einem Land wirtschaftlich einigermaßen gut geht, ändern sich die Ernährungsgewohnheiten. Mehr Fleisch, mehr Milch, mehr Fertigprodukte – und überhaupt von allem reichlich. Auf diese Weise wächst mit dem Wohlstand auch der Anteil der Übergewichtigen und Adipösen. Das Problem ist im Prinzip bekannt.

Eine aktuelle Studie untermauert nun diesen Zusammenhang – und zeigt eindrücklich, wohin eine solche Entwicklung auf Dauer und global betrachtet führt. Forscher um Benjamin Bodirsky vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) haben zusammengetragen, wie sich die Ernährungsgewohnheiten in den einzelnen Ländern in den vergangenen Jahren entwickelt haben, und geprüft, ob sie im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung und den Übergewichtsraten stehen. Für ihre jetzt im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichte Analyse nutzten die Wissenschaftler Daten der Welternährungsorganisation und einer großen medizinischen Datenbank, in der Risikofaktoren wie Adipositas und Bluthochdruck dokumentiert werden, die zu sogenannten nicht-übertragbaren Krankheiten wie Schlaganfall und Diabetes beitragen.

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