Ein Feldhase: noch immer viel zu selten
Foto dpa/Boris Rösner

BerlinVon keinerlei Kontaktsperren gehindert geht es den Feldhasen in Deutschland so gut, das der Deutsche Jägerverband stabile, in einigen Regionen sogar steigende Bestandszahlen melden kann. Die Zählungen von 2019 ergaben, dass durchschnittlich zwölf Feldhasen pro Quadratkilometer in Deutschland leben – im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg von 11,8 auf 12,4 Tiere.

Im Norddeutschen Tiefland, also der Berlin umgebenden Großregion, zählte man nach Auskunft von Susann Krüger, Referentin für Wildökologie beim Deutschen Jagdverband nur fünf Feldhasen pro Quadratmeter. Sie führt den geringen Bestand auf die großen Feldschläge mit wenig Rückzugsmöglichkeiten und ungünstiger Futterversorgung – es fehlen vor allem Flächen mit Wildkräutern – zurück: „Immerhin bleibt der Bestand stabil“, sagte sie der Berliner Zeitung.

Die höchste Hasendichte verzeichnet das Nordwestdeutsche Tiefland mit 17 Exemplaren pro Quadratkilometer. Die größte Steigerung gab es im Südwestdeutschen Mittelgebirge: Dort lebten pro Quadratmeter zwei Tiere mehr als 2018. Nach dem milden Winter stehen die Chancen gut, dass sich die Feldhasenbestände 2020 weiter erholen. Günstig wäre ein trockenes Frühjahr.