Kathmandu/Berlin - Ganga Bhujel und ihre Familie haben ein großes Herz für Tiere. In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu kümmern sie sich seit vielen Jahren um Straßenhunde, 15 Vierbeiner versorgen sie in ihrem eigenen Zuhause. Ein Highlight im Jahreskalender der Familie ist das fünftägige Tihar-Fest, das in diesem Jahr noch bis Montag, den 16. November, gefeiert wird. Ein Tag ist dabei speziell den Hunden gewidmet, und so schmierte am Wochenende auch Ganga Bhujel ihren Lieblingen rotes Pulver auf die Stirn und schmückte sie mit Blumengirlanden.

Diese Rituale sind im hinduistischen Glauben begründet: Die nepalesischen Hindus sehen Hunde als Boten des Totengottes Yama, den sie mit den Festivitäten zu besänftigen suchen – in der Hoffnung auf ein langes Leben und Schutz vor Folter in der Hölle. Haustiere und Streuner werden am zweiten Festivaltag, dem Kukur Tihar, mit Reis, Brot und Fleisch gefüttert, sie werden gebadet und bekommen Aufmerksamkeit, Liebe, Respekt. Aber warum erfahren die Tiere diesen Schutz, diese Anerkennung nur an einem Tag im Jahr? Das fragen sich nicht nur Ganga Bhujel und ihre Familie.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.