Berlin - Als erstes deutsches Bundesland führt Hamburg von Sonnabend an das sogenannte 2G-Optionsmodell ein. Restaurants, Hotels, Clubs oder Kinos sowie Anbieter von Sport- und anderen Veranstaltungen dürfen – wenn sie wollen – nur noch Personen einlassen, die entweder gegen Covid-19 geimpft oder von einer Infektion genesen sind (2G). Im Gegenzug können die Gastronomen und Veranstalter Corona-Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln lockern oder ganz darauf verzichten sowie mehr Besucherinnen und Besucher einlassen – und Nichtgeimpften den Eintritt verwehren. Mehrere andere Bundesländer überlegen, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen, sie zumindest gegenüber nicht geimpften und negativ getesteten Menschen zu bevorzugen. „Wir werden uns einer Debatte über 2G auf Dauer nicht verstellen können“, sagte zum Beispiel Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). In Niedersachsen herrscht bereits eine Soft-2G-Regelung: In einer Diskothek, einem Club und in ähnlichen Einrichtungen entfällt die Maskenpflicht, wenn der Betreiber den Zugang auf Gäste beschränkt, die einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Zumindest Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält das 2G-Modell derzeit flächendeckend für nicht umsetzbar. „So weit sind wir noch nicht in Berlin, ich sehe es auch nicht für die ganze Bundesebene“, sagte der Vorsitzende der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten im ZDF. In Berlin gilt seit vergangenem Freitag die 3G-Regelung – wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich testen lassen, um unter anderem zum Friseur zu gehen oder Sport im Fitnessstudio treiben zu können. Laut dem SPD-Politiker lasse sich das 2G-Modell für den öffentlichen Raum allein deswegen nicht umsetzen, weil dann Kinder und Jugendliche benachteiligt würden.

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