MünchenTierparks und Zoos lassen sich in harten Corona-Zeiten einiges einfallen, die mit den ausbleibenden oder ausgedünnten Besucherströmen einhergehenden Einnahmeverluste finanziell auszugleichen. Da kann zum Beispiel Showprominenz durchaus helfen, für etwas Aufmerksamkeit zu sorgen: Im Münchner Tierpark Hellabrunn kam in der letzten Woche das Elefantenbaby Otto zur Welt – und schwupps stellte sich der Komiker Otto Waalkes (72, eigentlich ein norddeutscher Saupreiß) zur Verfügung für so etwas wie eine Taufpatenschaft.

Der Erfinder der elefantösen Krummrüssel, auch Ottifanten genannt, bescheinigt dem Neugeborenen nur die besten Eigenschaften, es war auch ein nur leicht verstecktes Selbstlob: „Der Name Otto ist Programm, er steht für Originalität, tierische Treue und Oberschlauheit … Ein 100 Kilo schwerer echter Elefant namens Otto ist sehr schwer zu toppen – eigentlich nur durch einen sechs Tonnen schweren ausgewachsenen Elefanten. Ich kann Otto nur wünschen, dass er das erreicht.“ Für ihn sei es „die Krönung“, dass ein Elefant nach ihm benannt wurde.

Beim ebenfalls in München beheimateten Circus Krone herrscht dagegen Trauer. Lange machte man sich sich hier Sorgen um Mala, die älteste Elefantendame des Unternehmens. Die 55-Jährige war seit einigen Tagen nicht mehr aufgestanden, wie der Zirkuschef Martin Lacey jr., 43, noch am Montag erklärt hatte. Nun ist Mala in einer spanischen Tierresidenz an Altersschwäche gestorben, teite der Ehemann von Zirkusdirektorin Jana Mandana Lacey- Krone, 41, am Dienstag mit.

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Jana Mandana Lacey-Krone mit ihren Elefanten, ganz links die afrikanische Elefantenkuh Mala.

2019 war Mala mit jüngeren Krone-Elefanten als Begleiterinnen in die Provinz Sevilla gebracht worden. Die Elefanten sind das Krone-Wappentier, der Zirkus besitzt noch vier von ihnen. Tierschützer kritisieren ihn immer wieder wegen seiner Elefantenhaltung. Langfristig will der Zirkus auf seinem Gestüt im oberbayerischen Weßling am Ammersee eigenen Angaben zufolge einen Ruhesitz für Elefanten einrichten. (mit dpa)