Elefanten-Mädchen Ayoka beim Sandbaden.
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Erfurt/BerlinTörööö! Anfang August konnte der Thüringer Zoopark Erfurt freudige Nachrichten verkünden: Bei den Afrikanischen Elefanten wurde ein Jungtier geboren. Chupa, die 2003 im französischen Réserve Africaine de Sigean geboren wurde, brachte des Nachts ein weibliches Kalb zur Welt. Es war das erste Mal in der über 60-jährigen Geschichte des Erfurter Zoos, dass es Nachwuchs bei den Dickhäutern gab.

Kein Wunder, dass seither helle Aufregung und viel Tamtam herrschen: Eine derart seltene Geburt muss gebührend gewürdigt werden. Zunächst wurde ein neuer Baby-Spielelefant gegenüber dem Elefantengehege installiert, dann waren die Thüringer aufgefordert, bei einem Radiosender ihre Namensvorschläge für das Jungtier einzureichen: Afrikanisch sollte er sein, etwas Schönes bedeuten und leicht auszusprechen sein. Über 1600 Vorschläge gingen ein, am Ende entschied man sich für Ayoka – „die, die allen Freude macht“. 

Und da eine zünftige Elefantentaufe im Willkommens-Prozedere nicht fehlen darf, reiste am Donnerstag der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) an, um den Wasserschlauch auf den Neuankömmling zu richten. 

Oberbürgermeister Andreas Bausewein mit dem Schlauch.
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Ayoka ließ die Bewässerung tapfer über sich ergehen, zeigte aber gleich darauf, dass sie eine echte Elefantendame ist und sich in Sachen Körperpflege ganz artgerecht zu verhalten weiß. Sie nahm ein ausgiebiges Sandbad, eine bei den Dickhäutern ganz typische Aktivität zur Gesunderhaltung der Haut, als Schutz vor Sonne und Parasiten.

Das Werfen von Sand dient aber nicht nur der Bepuderung, sondern wirkt auch als Drohverhalten, schreiben Marion Garai und Fred Kurt in der Zeitschrift des Kölner Zoos. War da etwa jemand nicht einverstanden mit dem Tauf-Prozedere?