Orang-Utan-Baby Batu mit seiner Mutter.
Foto: dpa/Axel Heimken

Berlin/HamburgIn Hamburg hält die Freude über Orang-Utan-Baby Batu weiter an. Schließlich liegt der letzte Nachwuchs bei den Menschenaffen im Tierpark Hagenbeck bereits 15 Jahre zurück – fast ein halbes Affenleben. Im Mai kam Batu zur Welt, ein knuffiger, kleiner Lichtblick für Mutter Toba, die Tierpfleger und das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Nachwuchs ist bei den bedrohten Sumatra-Orang-Utans (Pongo abelii) äußerst selten.

Kein Wunder, dass sich Batus Geburt in der Hansestadt längst bis in die Heimat seiner Artgenossen herumgesprochen hat. Am Donnerstag besuchte der indonesische Generalkonsul Ardian Wicaksono den Hamburger Zoo und übernahm die Patenschaft für den dreieinhalb Monate alten Affenjungen. Als Geschenk brachte er Kokosnüsse und Jackfrucht für die insgesamt neun Sumatra-Orang-Utans mit. Außerdem bekamen die Tiere Tücher mit landestypischen Ornamenten, mit denen sie sich gern zudecken.

„Der Arterhalt der Orang-Utans liegt uns sehr am Herzen, jeder einzelne unserer Konsulatsangehörigen hat diese liebenswerten Tiere in unserem Heimatland selbst schon einmal erlebt und bewundert“, sagte Wicaksono. Batu klammerte sich während des Besuchs seines Patenonkels an seiner Mutter fest und beobachtete, wie sie eine Kokosnuss auf einem Baumstamm zertrümmerte. 

Der Sumatra-Orang-Utan zählt zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Sein natürlicher Lebensraum sind die Wälder der indonesischen Insel Sumatra, die zur Holzgewinnung oder für Palmöl-Plantagen großflächig zerstört werden. Außerdem werden die Tiere gejagt oder illegal als Haustiere gehandelt. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Weibchen nur alle vier bis acht Jahre ein Jungtier zur Welt bringt. So sind die rothaarigen Menschenaffen in vielen Regionen Sumatras bereits ausgestorben und kommen heute nur noch im Norden der Insel vor.