Zwei der Erdmännchen-Babys beim Kuscheln.
Foto: Daniel Zupanc/Tiergarten Schönbrunn/APA/dpa

Berlin/WienErdmännchen gehören in jedem Zoo zu den beliebtesten Tieren. Vor den Gehegen mit den putzigen kleinen Mangusten stapeln sich regelmäßig die Besucher. Kein Wunder, ist es doch eine große Freude, die wuseligen Buddler beim Höhlengraben, beim Stehen auf den Hinterbeinen oder beim emsigen Obstknabbern zu beobachten.  

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien wird sich die Freude in nächster Zeit sogar noch steigern können, hat doch Erdmännchen-Weibchen Zuzu Ende Juli Nachwuchs bekommen. Eigentlich bekommen die Tiere dafür spezielle Nistkästen, doch Zuzu hatte ihren eigenen Kopf und grub sich stattdessen lieber selbst eine Erdhöhle, in der sie ihren Nachwuchs zur Welt brachte und in den ersten Wochen aufzog.

Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck spricht von einer besonderen Spannung: „Über einen Deckel konnten wir sonst vorsichtig einen Blick in die Kinderstube werfen. Das geht bei der Höhle nun natürlich nicht. Bis jetzt haben unsere Tierpfleger drei Jungtiere außerhalb der Höhle gesehen.“ Verstecken sich vielleicht noch weitere Süßerchen unter Tage? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Die Jungtiere und ihre ersten Ausflüge bei Tageslicht.

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Heimisch sind Erdmännchen in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas. Ausgewachsen bringen sie etwas mehr als ein Kilogramm auf die Waage. Bei der Geburt sind sie nur rund 30 Gramm schwer, nackt und blind.

Mittlerweile sind die Mini-Erdmännchen in Österreichs Hauptstadt schon ein Stück gewachsen, haben die Augen geöffnet und interessieren sich für die Welt außerhalb des Baus. Hering-Hagenbeck: „Das quirlige Trio unternimmt erste Ausflüge. Das macht es für die anderen Gruppen-Mitglieder, die alle als Babysitter mithelfen, wesentlich stressiger.“ Sie spielen und graben im Sand, bis der Hunger ruft und es zum Trinken zur Mutter geht. Noch werden die Jungtiere ausschließlich gesäugt. In Kürze stehen bei den kleinen Räubern aber schon Insekten auf dem Speiseplan.