Alina leidet unter einer besonders ausgeprägten Form von Fatigue. Die Krankheit kann fast alle Bereiche des Körpers befallen und lahmlegen.
Foto: Volkmar Otto

Berlin - Eine Dreizimmeraltbauwohnung an einer Hauptstraße in Spandau. Sie ist für die 32-jährige Alina und ihre 69-jährige Mutter Marie zu einer Art Gefängnis geworden. Ausgelöst durch eine Krankheit, die bislang kaum erforscht wurde: Alina leidet seit Jahren unter einer besonders ausgeprägten Form von Fatigue. So schwer, dass sie nicht einmal mehr mit uns sprechen kann. Weshalb wir aus Rücksichtnahme für diesen Bericht ihren Namen geändert haben und auch nur den Vornamen ihrer Mutter nennen.  

Es ist ein warmer Sommertag im August, Alina liegt regungslos in ihrem Bett. Der Raum ist abgedunkelt. Ihre Halswirbelsäule wird durch eine Orthese gestützt, ihre Augen sind mit einer Schlafmaske bedeckt. Sie liegt 24 Stunden ununterbrochen im Bett. Sie kann nicht mehr zur Toilette gehen, sich nicht mehr duschen und auch nicht mehr allein essen. Sie kann sich nicht einmal mehr aufrichten; die Mutter muss sie im Liegen füttern. Marie sagt: „Meine Tochter vegetiert dahin. Wie jemand, der Krebs im Endstadium hat. Ihr Leben ist einfach weg.“

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