Feinstaub aus Kaminen: Neue Vorgaben für Schornsteine in Arbeit

Es geht dabei um die die Höhe und Position der Öfen und Kamine, in denen feste Brennstoffe wie Holz verbrannt werden. Ziel ist, die Luftwerte im Winter zu verbessern.

Berlin-Die Bundesregierung will mit neuen Vorgaben für die Höhe und Position von Schornsteinen gegen Luftverschmutzung durch private Kaminöfen vorgehen. Aktuell werde zwischen Bund und Ländern über verbesserte sogenannte Ableitbedingungen für Kaminöfen verhandelt, sagte ein Sprecher von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Das soll dafür sorgen, dass Abgase und Staub besser abtransportiert werden und die Luftqualität weniger leidet.

Rauch steigt aus dem Schornstein eines Kamins auf einem Hausdach auf.
Rauch steigt aus dem Schornstein eines Kamins auf einem Hausdach auf.dpa/Armin Weigel

Der Referentenentwurf werde derzeit erstellt, Ende des Jahres sollten die neuen Normen komplett verabschiedet sein. Konkret geht es darum, die Verordnung über sogenannte kleine und mittlere Feuerungsanlagen zu überarbeiten. Es geht dabei nur um Öfen und Kamine, in denen feste Brennstoffe wie Holz verbrannt werden und die weniger als ein Megawatt Feuerungswärmeleistung haben.

Feinstaub-Belastung im Winter reduzieren

Die Länder fordern schon lange, Schornsteine für Holz- und Kohleöfen höher zu bauen, um die Feinstaub-Belastung im Winter zu reduzieren. Ein Beschluss des Bundesrats von Ende 2018 sah zum Beispiel vor, dass Schornsteine auf Dächern künftig „firstnah angeordnet sein und den First um mindestens 40 Zentimeter überragen“ sollen.

Seit Mitte Dezember gibt es für Holz-Kaminöfen einen neuen Standard, der für das staatliche Umweltzeichen Blauer Engel erarbeitet wurde. Schulze hatte das begrüßt: Wo Heizen mit Holz besonders beliebt sei, könnten die Behörden damit effektiver gegen Feinstaub vorgehen. Über Luftreinhaltepläne könne der neue Blaue-Engel-Standard als Voraussetzung festgeschrieben werden, teilte das Ministerium mit.