Inmitten der Feuer: Der Schopfkarakara (Caracara plancus) an einer Schlammpfütze im Pantanal.
Foto: AFP/Mauro Pimentel

Bild aus der Feuerhölle: Wir sehen einen Schopfkarakara (Caracara plancus), das ist ein falkenartiger Vogel, er lebt im mittleren und südlichen Südamerika. Unser Foto wurde am Wochenende aufgenommen, es zeigt den Vogel an einer Schlammpfütze im Feuchtgebiet von Pantanal an der Transpantaneira-Parkstraße im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Das Pantanal ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde; hier wüten zurzeit die schlimmsten Brände seit mehr als 47 Jahren. Sie vernichten weite Teile der Vegetation und verursachen auch den Tod von Tieren, wenn sie in das Feuer oder den Rauch geraten.

Das Pantanal gehört seit 2000 zum Welterbe der Unesco und ist durch Industrialisierung und (Brand-)Rodung akut gefährdet. Hier lebt das größte Vorkommen von Hyazinth-Aras in Brasilien und auch der vom Aussterben bedrohten Riesenotter. Jaguar, Puma und Ozelot sind hier heimisch sowie ihre Beutetiere Sumpfhirsche, Pekaris und Capybaras. Weiterhin gibt es mindestens 2000 Pflanzenarten, 269 Fischarten, unzählige Reptilien und Amphibien sowie eine Vielzahl von Insekten. Auch unter deutschen Touristen gilt das Pantanal als beliebtes Reiseziel, weil man nur hier derart viele Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.

Ein freiwilliger Helfer bei Löscharbeiten an der Transpantaneira-Parkstraße im Pantanal.
Foto: AFP/Mauro Pimentel

Die Brände weiten sich unterdessen aus. Mittlerweile sind sie auch in den Nachbarländern Ecuador, Bolivien, Peru und Paraguay nicht mehr zu übersehen. Qualmwolken, unheilvolle Vorboten, ziehen in bis zu 3000 Kilometer entfernte Regionen. Das berichtet das Onlineportal G1 und beruft sich auf Satellitenbilder des staatlichen Klimainstituts Inpe, dem Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais. Demnach steigt in der Amazonasregion und dem angrenzenden Pantanal-Sumpfgebiet die Anzahl der Brände. Allein seit Anfang September hat Inpe im Amazonasgebiet mehr als 12.000 Brandherde identifiziert, im Pantanal fast 2500.