ChemnitzDie Bundespolizei ist, grob gesagt, für die Sicherung unserer Grenzen sowie die Sicherheit auf Bahnhöfen und Flughäfen zuständig und nimmt in diesen Bereichen auch an der Kriminalitätsbekämpfung teil. Das ist nicht wenig, und dennoch kommt immer noch etwas hinzu. Zum Beispiel fünf Hundewelpen bei einer Fahrzeugkontrolle im Erzgebirge. Wie jetzt in einem Bericht der Bundespolizei Chemnitz zu lesen ist, fand die Kontrolle am Donnerstag an der B174 statt, bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen „PKW Opel mit rumänischer Zulassung“, die „Nachschau im Kofferraum“ führte zur Entdeckung der flauschigen Ladung – fünf Malteser, zusammengepfercht in einer Hundetransportbox.

Malteser sind fröhliche, neugierige und verspielte Familienhunde. Die unternehmungslustigen, temperamentvollen Kraftpakete können unter Aufsicht auch problemlos mit Kindern spielen – sie gelten nicht als übertrieben aggressiv oder territorial, Fremden gegenüber verhalten sie sich eher scheu. Mit ihrer anschmiegsamen Art brauchen sie allerdings viel Zuwendung und Streicheleinheiten, um glücklich zu sein. Auch ist bei den bis zu 25 Zentimeter hohen, etwa vier Kilogramm schweren Flauschlingen eine intensive Fellpflege notwendig. Ein reinrassiger Welpe mit Impfungen und Gesundheitscheck kostet zwischen 1000 und 1500 Euro.

Doch zurück ins Erzgebirge. Es stellte sich heraus, so die Bundespolizei, „dass die beiden rumänischen Fahrzeuginsassen (im Alter von 33 und 29 Jahren) keinerlei Papiere für die Welpen vorweisen konnten“. Die Beamten informierten zudem das zuständige Veterinäramt. Eine Ärztin kam vor Ort, um sich ein Bild vom Zustand der Hundezu machen. Dabei stellte sie fest, dass die Malteser höchstens fünf bis sechs Wochen alt sein können und somit für einen Transport viel zu jung sind. Sie ordnete die Sicherstellung der Tiere an und gab sie in die Obhut eines Tierheimes.

Gegen die Fahrzeuginsassen wird nun wegen des Verstoßes gegen die Tierschutz-Hundeverordnung ermittelt.