Das schneeweiße Südamerikanische Seebärenbaby liegt in einem abgetrennten Gehegebereich des Eismeers im Tierpark Hagenbeck.
Foto: dpa/Hagenbeck

Eine kleine Sensation im Hamburger Tierpark Hagenbeck: Vor wenigen Tagen ist dort ein schneeweißes Seebärenbaby auf die Welt gekommen. Das Tier sei eigenen Recherchen zufolge das einzige in einem Zoo geborene Albino-Seebärenbaby weltweit, wie eine Tierpark-Sprecherin jetzt sagte. Die Geburt des Seebärenmädchens sei Mitte Juni problemlos und sogar vor den Augen der Besucher abgelaufen. Dem noch namenlosen Baby gehe es sehr gut. Gemeinsam mit seiner Mutter Lucy verbringe es die ersten Wochen in einem abgetrennten Gehegebereich des Eismeers.

Albinismus ist eine Genmutation, die sehr selten vorkommt. Sie geht mit weißer Haut und roten Augen einher. Es ist eine Störung bei der Bildung von Farbstoffen, die Haut, Haare, Federn und Augen färben. In der freien Wildbahn hätte das Albino-Junge nur geringe Überlebenschancen, weil es wegen der auffälligen Fellfarbe schneller von Feinden erspäht wird. Und ohne Tarnung kann es selbst auch nicht so gut Beute machen. „Ein Problem, das unserem Albinomädchen erspart bleibt“, wie der Tierpark schreibt.

Südamerikanische Seebären (Arctocephalus australis) stehen den Angaben zufolge auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion. Im Freiland - vor den Küsten von Uruguay, Peru, Chile und Argentinien - sollen noch etwa 400.000 von ihnen leben. 19 Tiergärten und Zoos halten dem Zoological Information Management System zufolge Seebären. Der Tierpark Hagenbeck beheimatet mit seinen nun sieben Tieren (einem Männchen und sechs Weibchen) Europas größte Gruppe.

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