Berlin - Dass sie anders ist als andere, hat Ada Jimenez-Polanco früh gemerkt: „Schon als Kind hatte ich eine starke Intuition“, erzählt die 44-jährige Berlinerin. Die sie damals aber noch nicht einordnen konnte. So hätte sie einst ihre Mutter gewarnt, als sie spürte, dass der Hängeschrank in der Küche jeden Moment herunterkrachen würde: „In meinem Brustkorb hat sich ein unterschwelliger Druck entwickelt und ich habe Bilder im Kopf gesehen. Meine Mutter hat das jedoch abgetan und meinte, ich würde spinnen.“ Fünf Minuten später, erzählt Jimenez-Polanco, sei der Küchenschrank mit Karacho heruntergefallen – zum Glück ohne jemanden verletzt zu haben.

Freilich könne man das als Zufall abtun, räumt Ada Jimenez-Polanco ein. Oder als nachträgliche Einbildung. „Aber solche Dinge sind mir öfter passiert“, erzählt die Berlinerin. Meist fühlte sie sich deshalb als Außenseiterin, nie richtig zugehörig. Sie spricht von einer „mikroskopischen Feinfühligkeit“, die ihr innewohne. Nicht immer gehe es um Vorahnungen. Es reiche, wenn sie einen vollen Raum betrete: „Ich spüre da sofort die Grundstimmung, kann Emotionen wahrnehmen. Das ist, weil meine Sinne sehr weit offen sind.“

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