Irgendwas im Magen haben – Schnee von gestern! Für jeden Dritten (35 Prozent) ist Ernährung mittlerweile „Lifestyle“ und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit – so eine Studie von nu3.

Die beliebtesten Ernährungsformen sind demnach Vegan, Low Carb (kohlenhydratreduziert), Glutenfrei (getreidefrei) und Paleo („Steinzeitdiät“).

Über 1.080 Verbraucher befragt

Vor allem Veganer und Paleo-Anhänger drücken laut Umfrage durch ihre Ernährungsweise ihren persönlichen Lebensstil aus. Für jeden Zweiten (45 Prozent) ist dies sogar noch wichtiger als die gesundheitliche oder geschmackliche Aspekte der Ernährung.

Doch mit welchen Hürden hat man bei bewusster Ernährung zu kämpfen? Für jeden vierten Veganer (34 Prozent) ist es schwierig, Informationen über die Zusammensetzung der Lebensmittel zu bekommen.

Glutenfrei lebendene Verbraucher (24 Prozent) beklagen vor allem die hohen Preise der speziellen Lebensmittel.

Fleisch als Trennungsgrund

Auch das Liebesleben gestaltet sich bei verschiedenen Ernährungsvorlieben unterschiedlich. Veganer haben laut der Studie den besten Sex: Stolze 72 Prozent sind sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Sexualleben.

Vorausgesetzt der Partner spielt mit! Für jeden dritten Veganer wäre es ein Trennungsgrund, wenn der Partner Fleisch isst.

Low-Carb-Typen leben meist in Partnerschaften (76 Prozent) und nur selten als Single (24 Prozent). Mit ihrem Sexualleben sind 57 Prozent zufrieden.

Steinzeit-Diät macht glücklich

Das Fazit der Forscher: Sich bewusst ernähren tut gut. 80 Prozent aller Menschen, die dauerhaft eine bestimmte Ernährungsform verfolgen, fühlen sich insgesamt wohler als je zuvor. Die größte Verbesserung empfinden die Befragten bei Paleo (83 Prozent) und Vegan (82 Prozent).

Michael Divé, von nu3 erklärt: „Ernährung wird zum zentralen Lifestyle, den die Verbraucher als individuelles Projekt verfolgen. Die gesellschaftliche Wertschätzung dafür ist groß: 42 Prozent der Bewusst-Ernährer erfahren Anerkennung für ihr Wissen und ihre Konsequenz in Ernährungsfragen. Die Studie zeigt zudem, dass sich Konsumenten, die sich bewusst ernähren, insgesamt wohler fühlen als andere.“

(jto)