Potsdam - Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittlich und bitter schmeckende Sorten erzeugen, heißt es in einer Mitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dies sei das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forschungsteams, das die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee untersucht habe. Erschienen ist die Studie im Fachjournal Scientific Reports, das online durch die Nature Publishing Group herausgegeben wird. 

„Der Klimawandel hat widersprüchliche Auswirkungen auf die Kaffeeproduktion in Äthiopien“, sagt der Erstautor Abel Chemura vom PIK. Die Fläche, die für durchschnittlichen Kaffee geeignet sei, könnte den Computersimulationen der Forscher zufolge bis in die 2090er-Jahre sogar allmählich zunehmen. „Doch mehr ist nicht unbedingt besser“, sagt Chemura. „Denn auf der anderen Seite wird die geeignete Fläche für hochwertige Spezialitätenkaffeesorten, die für ihre blumigen, fruchtigen und würzigen Noten geschätzt werden, wahrscheinlich schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht.“ Dies sei nicht nur ein Problem für Kaffee-Liebhaber, die hochwertigen Kaffee bevorzugen, sondern vor allem auch für die lokale landwirtschaftliche Wertschöpfung.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.