ExeterPlastikmüll ist allgegenwärtig, er findet sich in Flüssen, an Land und in den Weltmeeren. Selbst auf dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest, fanden Forscher der Universität von Plymouth kürzlich kleinste Kunststoff-Partikel, sogenanntes Mikroplastik, in 8440 Metern Höhe. Angesichts derartiger Meldungen reagiert auch die Politik allmählich: So beschloss die EU ein ab Mitte 2021 geltendes Herstellungsverbot für Einwegplastik. 2019 wurden im Rahmen der Basler Konvention, eines internationalen Umweltabkommens, die Regeln für den Export von Kunststoffabfällen verschärft. Und Ende November nahm der Bundestag einen Gesetzentwurf an, demzufolge in deutschen Supermärkten ab 2022 keine Einkaufstüten aus Plastik mehr angeboten werden dürfen.

Doch selbst mit ambitionierten Gegenmaßnahmen wird vor allem die weltweite Menge des jährlichen Plastikmülls in Gewässern bis 2030 auf bis zu 53 Millionen Tonnen zunehmen, wie Forscher im Fachblatt „Science“ vor kurzem vorrechneten. Im Jahr 2016 seien es noch 19 bis 23 Millionen Tonnen gewesen. Eine andere Studie im gleichen Journal modellierte, dass bis 2040 noch 710 Millionen Tonnen Plastik in der Umwelt landen würden, selbst wenn umfassende Schritte zur Müllvermeidung ergriffen würden.

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