Kuckuck: Ein Humboldt-Pinguin bei seiner Ankunft im Frankfurter Zoo. 
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa 

Berlin/Frankfurt am MainVon Mannheim bis Frankfurt sind es weniger als hundert Kilometer, wenn man nicht gerade im Stau steht, ist man in einer Stunde da. Klingt jetzt aus Menschensicht nicht so wahnsinnig aufregend, aber versetzen wir uns in die Haut eines Humboldt-Pinguins, dann ist der Trip wohl schon ein ziemliches Abenteuer. Allein schon die Unterbringung in der Transportkiste – uff!

Aber die 20 Tiere, die am Mittwoch aus dem Mannheimer Luisenpark in ihr Ausweichquartier im Frankfurter Zoo gebracht wurden, sind inzwischen wohlbehalten angekommen. In Mannheim wird demnächst die Pinguin-Anlage erneuert und vergrößert – während der Umbauzeit müssen die Humboldt-Pinguine mit ihren Artgenossen in Frankfurt leben.

Kuratorin Sabrina Linn trägt eine Transportkiste mit einem Pinguin. 
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa 

Zunächst aber heißt es für die Vögel: eine Woche Quarantäne! In diesem Fall wird sie aber nicht wegen der Corona-Pandemie verordnet, sondern hat einen ganz üblichen Hintergrund. Die Quarantäne ist bei neuen Tieren im Gehege Standard, damit die Stammbewohner keine Krankheiten bekommen. Nach dieser Woche lernen die Mannheimer Frackträger ihre neuen WG-Bewohner im Frankfurter Becken kennen.

Um die Pinguine einzufangen, hatten die Mannheimer Pflegerinnen die Tiere früh morgens bei kühlen Temperaturen an einem Becken versammelt. In die Transportboxen ging es einzeln, um Stress und Verletzungen zu vermeiden. Mit zwei parkeigenen Fahrzeugen brachten die Mitarbeiter ihre Tiere zum Frankfurter Zoo, um sicherzustellen, dass die aus Südamerika stammenden Publikumslieblinge gut und sicher im Übergangsdomizil ankommen.