Berlin/SouthamptonSie tragen etwas technisch klingende Namen wie G274 oder G318, aber hinter diesen tracking-tauglichen Nummern stecken echte Tiere – und eine echte Sensation. Nach 240 Jahren sind in Südengland nämlich wieder Seeadler heimisch, junge Greifvögel wie G274 oder G318. Insgesamt sieben Vögel wurden in diesem Jahr auf der Isle of Wight südlich von Southampton freigelassen, wie die Tierschutzorganisation Roy Dennis Wildlife Foundation und die Behörde Forestry England am Dienstag mitteilten. Bereits im Vorjahr seien sechs Tiere ausgesetzt worden, vier hätten überlebt. In den kommenden Jahren sollen bis zu 60 Seeadler ausgewildert werden.

Per Satellit können die Wissenschaftler die Flugrouten der großen Vögel beobachten, deren Flügelspannweite bis zu zweieinhalb Meter betragen kann. An den Aufzeichnungen lässt sich erkennen, dass Haliaeetus albicilla bis weit nach Nordengland und Schottland geflogen ist und selbst über London kreiste, dann jedoch wieder zur Insel im Ärmelkanal zurückkehrte. Vogelkundler Roy Dennis sagt: „Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber Seeadler sind wieder ein Teil des Lebens in Südengland.“

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.