Hamburg„Fridays for Future“ kennen wir alle als globale Klimaschutzbewegung, aber „Fridays for Goofy“ dürfte außerhalb Hamburgs bisher nur wenigen geläufig sein. Auch diese Bewegung hat ein hehres, wenn auch nicht weltumspannendes Ziel, und zwar das der Rettung von Goofy. Bei dem nach dem treudoofen Hund aus dem Comic benannten Tier handelt es sich um einen jungen Stier, der für ein Schulprojekt aufgezogen und nach seiner Verwendung als Lehr- und Anschauungsmaterial geschlachtet werden sollte. Was erst einmal herzlos klingen mag, erweist sich bei genauerer Betrachtung als vertrackte Geschichte, bei der es wohl keine einfachen Antworten gibt.

Die achte Klasse eines Hamburger Gymnasiums hatte das junge Rind im Sommer 2019 für ein Projekt zur Viehhaltung aus dem österreichischen Zillertal mitgebracht und in Kooperation mit einem Verein im Museumsdorf Volksdorf artgerecht aufgezogen. Im Rahmen des Projekts hätten die Schüler den Stier versorgt und auf diese Weise selbst erleben können, wie aufwendig die Fleischproduktion sei, hieß es vom Hamburger Senat. Das Bildungsziel sei ein reflektierter und wertschätzender Umgang mit einem Nutztier gewesen. Bei einem bundesweiten Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums erlangten die Schüler im Sommer 2020 einen zweiten Platz.

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