Berlin - Neuer Stoff für Debatten rund um Corona: In den sozialen Medien wird unter den Hashtags #DiviGate, #DiviGateGate und #WeltGate schon seit Tagen unermüdlich über das Welt-Interview mit Matthias Schrappe diskutiert. Es beruht auf dem Thesenpapier „zur intensivmedizinischen Versorgung in der Sars-2/Covid-19-Epidemie“ einer Gruppe von Expertinnen und Experten rund um den Gesundheitsökonom Schrappe, die seit Anfang der Corona-Krise mehrere Ad-hoc-Stellungnahmen zur Pandemie veröffentlicht haben. In dem „brisanten Papier“, so die Welt, wirft die Gruppe Intensivmedizinerinnen und -medizinern Panikmache vor.

Seit Beginn der Epidemie habe es von politischer Seite, aber auch von Fachverbänden, laute Warnungen vor einer Überlastung der Intensivstationen und vor einer „Triage“ zur intensivmedizinischen Versorgung gegeben, heißt es im Papier. „Implizit wurde damit gedroht, man müsse Patienten ‚ersticken lassen‘“, schreiben Schrappe et al. Diese angstbasierte Kampagne habe bei der Durchsetzung der Pandemie-Maßnahmen eine entscheidende Rolle gespielt. „Hinsichtlich ihrer Faktenbasierung lassen sich diese Äußerungen jedoch nicht nachprüfen, zumindest steht der Dramatik der Aussagen ein deutlicher Mangel an verwertbaren Daten gegenüber.“

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