Viele Wildpflanzen können auch wir Menschen essen, allen voran den Giersch
Foto: imago images/blickwinkel

Zwischen dichtem Thymian ragen frech einzelne Grashalme empor, die sorgsam gezogenen Sommerblumen werden von kräftigem Schöllkraut erdrückt, und die Ackerwinde würgt den jungen Apfelbaum. Jetzt, in der Hauptwachstumszeit, ist das Unkraut überall. Es keimt von allein, wächst schneller als das, was wachsen soll, raubt ihm Nährstoffe, Wasser und Licht. Entnervt kämpfen Gärtner dagegen an, mit bloßen Händen, Hacke, Flammenwerfer und Gift.

Wer seinen Garten liebt, wird auf Letzteres verzichten, denn jedes Herbizid (auch Hausmittel wie Essig und Salz) stört das biologische Gleichgewicht, schadet Mikroorganismen im Boden, Insekten und benachbarten Pflanzen. Wer denkt, zumindest das Grün in Fugen und Ritzen könne schnell weggespritzt werden, irrt: Denn Gift auf versiegelten Flächen wie Terrasse, Einfahrt oder Gehweg ist verboten. Da hilft nur ein Fugenkratzer oder ein Abflammgerät. Oder die Ansiedlung flacher Polsterpflanzen wie Sternmoos, Thymian oder Römische Kamille in den Ritzen, dann ist dort kein Platz für Quecke und Löwenzahn.

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