Köln - Vom Vornamen eines Menschen ziehen wir eine ganze Reihe an Rückschlüssen über die Person: zum Beispiel über Alter, Herkunft, Intelligenz, Bildungsgrad und Kulturkreis. Das geht Arbeitgebern und Personalern nicht anders, auch im Berufsleben spielen diese Assoziationen eine große Rolle. Das haben verschiedene Studien bereits belegt.

Wie genau sich der Vorname auf das Gehalt und den Erfolg im Beruf auswirkt, hat das Job-Portal Adzuna in einer großen Studie untersucht. Dafür haben die Forscher 5.541 aktuelle Lebensläufe von Spitzenverdienern mit einem Jahresgehalt von über 50.000 Euro ausgewertet. Adzuna ist eine Job-Suchmaschine, die sich Stellen aus verschiedenen Job-Börsen zieht. Der Untersuchung liegen Daten aus der Adzuna-Gehaltsdatenbank zugrunde, die knapp 50.000 Lebensläufe umfasst.

Gehalts-Studie: Von Nachteil sind lange, schwer auszusprechende Namen und Doppelnamen

Generell gilt: Je kürzer, einfacher und einprägsamer der Name, umso besser. Gutverdiener, die einen Namen mit nur einer Silbe haben, verdienen laut der Adzuna-Studie durchschnittlich 86.345,97 Euro. Bei zweisilbigen Namen sinkt das Gehalt auf 79.752,53 Euro und bei drei Silben sogar auf 73.030,28 Euro.

Kurze und einfache Namen bleiben Personalern leichter im Gedächtnis, argumentiert auch die Kölner Agentur Endmark. Doppelnamen dagegen würden mit Entscheidungsschwäche in der Familie assoziiert.

Mit „Justus-Aurelius“ oder „Carlotta-Marie“ tun Eltern ihren Sprösslingen also nicht unbedingt einen Gefallen.

Von Nachteil sind außerdem schwer auszusprechende Namen, wie das „Journal of Experimental Psychology“ herausfand. Die Forscher sprechen auch vom „Name Pronounciation Effect“ – schwer auszusprechende Namen lassen demnach auf eine schwierige Persönlichkeit schließen.

Und so heißen laut der Untersuchung die derzeitigen Topverdiener in Deutschland:

Bei den Männern

Bei den Frauen

Bei der Auswertung sollte allerdings die Altersstruktur der befragten berücksichtigt werden. Da die Studie nur Gutverdiener berücksichtigt und die besserbezahlten Stellen meist viele Jahre Berufserfahrung voraussetzen, tauchen hier vor allem beliebte Namen aus den 70er- und 60er-Jahren auf.