New York/BerlinEs ist die wohl berühmteste Fichte der Welt: Am vergangenen Wochenende wurde der traditionelle Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center im Herzen New Yorks aufgestellt. 23 Meter lang ist der Stamm der Fichte, die aus der Kleinstadt Oneonta angeliefert wurde. Kaum hat sie ihren Platz auf der Plattform vor dem Hochhauskomplex in Manhattan eingenommen, gibt es auch schon Aufregung um die Riesen-Konifere. Tierische Aufregung, um genau zu sein.

Im „Symbol der Hoffnung und Widerstandsfähigkeit“, wie die Besitzer des Rockefeller Centers den Christbaum in Zeiten der Corona-Pandemie verstanden wissen wollen, hat ein Arbeiter eine kauzige Weihnachtsüberraschung gefunden – eine winzige Eule steckte zwischen den massiven Zweigen.

Der kleine Vogel, der jetzt Rockefeller heißt, wurde am Montag entdeckt, dehydriert und hungrig, aber ansonsten unversehrt, wie Ellen Kalish, Direktorin und Gründerin des Ravensbeard Wildlife Center in Saugerties mitteilte, in dem der Vogel jetzt betreut wird. Laut Kalish handelt es sich bei dem Vogel um einen erwachsenen männlichen Sägekauz. Er wurde am Mittwoch zu einem Tierarzt gebracht und bekam ein Gesundheitszeugnis. Außerdem päppelte man ihn mit einem reichhaltigen Mäuseschmaus wieder auf. Der Plan ist nun, die Eule an diesem Wochenende wieder in die Wildnis zu entlassen.

Foto: Cindy Ord/Getty Images/AFP
Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center wurde am Wochenende aufgestellt.

Der Sägekauz (Aegolius acadicus) ist eine kleine nordamerikanische Art aus der Familie der Eulen. Der Name rührt daher, dass seine Rufe ein wenig so klingen, als wetzte man eine Säge mit einem Schleifstein.

Am Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center können nun die Vorbereitungen weitergehen. Derzeit werden die Zweige mit Zehntausenden Lichtern dekoriert. Ab dem 2. Dezember sollen sie leuchten.