Berlin/TrierDunkler Herbst und strenge Kontaktbeschränkungen – der Teil-Lockdown im November kann belastend sein. Um dennoch gut durch diese Zeit zu kommen, müssten die Menschen aktiv sein, rät die Glücksforscherin Michaela Brohm-Badry von der Universität Trier. „Denn alles was passiver Konsum ist, wo wir selbst nichts gestalten können, ist für die Psyche längerfristig nicht gut.“ Dazu zähle auch, permanent die Nachrichten zu verfolgen.

Wichtig seien vor allem zwei Aspekte: die Selbstbestimmung und die Selbstfürsorge. „Indem uns die Handlungsfreiheit genommen wird, empfinden wir einen Kontrollverlust“, sagt Brohm-Badry. Selbstbestimmung bedeute, sich die Kontrolle wieder zurückzuholen. „Wir sollten etwas tun, bei dem wir uns frei fühlen, und etwas, das wir gut können.“ Das könnten etwa die Renovierung eines Zimmers, Puzzeln oder auch Musik machen sein.

Sich etwas Gutes tun

Außerdem sei die Beziehung zu anderen Menschen trotz Kontaktbeschränkungen entscheidend, um gut durch die Krise zu kommen. „Es ist wichtig, eine sehr liebevolle und warmherzige Nähe zu den Menschen herzustellen, die wir treffen können – oder eben digital.“

Neben der Selbstbestimmung sei auch die Selbstfürsorge in Krisen-Zeiten bedeutend. Trotz des herbstlichen Wetters rät die Glücksforscherin deshalb: „In die Felder und Wälder gehen, auch wenn es mal regnet.“ Gutes Essen und Körperpflege könnten ebenfalls dazu beitragen, sich wohler zu fühlen. Im Mittelpunkt sollte laut Brohm-Badry immer die Frage stehen: „Was macht mir Freude?“