Haare, Haut, Gewicht: Leider wahr – ab 30 geht’s mit unserem Körper bergab

„Man ist nur so alt, wie man sich fühlt…“. Diese Weisheit führen wir gerne an, wenn wir sagen wollen, dass wir uns jünger fühlen als wir eigentlich sind. Doch – selbst wenn wir uns fit fühlen – trifft das auch auf unseren Körper zu? Nein, leider nicht. Denn biologisch werden wir ab 30 alt, der körperliche Verfall setzt unaufhaltsam ein.

Woran merken wir den Verfall und was können wir dagegen tun?

Die Haare

Von vereinzelten grauen Haaren abgesehen, beginnt bei Frauen und Männern das Haupthaar dünner und feiner zu werden. Schuld daran sind Veränderungen im Hormon- und Nährstoffhaushalt. 

Ein Problem, das nur Männer kennen: vererbter Haarausfall. Der Auslöser dafür ist ein Hormon in der Kopfhaut. „Es gibt ein Enzym, das das männliche Hormon Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt, wogegen wiederum die Haarfollikel eine starke Empfindlichkeit entwickeln“, erklärt der Endokrinologe und Internist Gerd Hofmann aus München. „Die Folge ist, dass der Mann mehr Haare als normal verliert.“ Warum das bei manchen Männern passiert und bei anderen nicht, sei allerdings noch nicht erforscht. 

Die Haut

Die schlechte Nachricht vorweg: Ab 30 zeigt unsere Haut erste Anzeichen von Alterung. Die Elastizität der Haut von Frauen macht deutlich früher schlapp als die von Männern. Bis etwa zum 30. Lebensjahr haben Männer eine deutlich straffere Haut, erklärt das Portal „Haut.de“. Denn Frauen bekommen oft schon mit Anfang 20 die ersten Knitterfalten um die Augen. Doch ab 35 zieht auch Männerhaut nach. Dann verlangsamt sich auch bei ihnen die Produktion neuer Hautzellen, und das Bindegewebe verliert an Elastizität. Zugleich kann die Haut weniger Feuchtigkeit binden. Und letztlich nimmt die Produktionsrate von Lipiden in den Talgdrüsen ab, damit werden Falten tiefer.

Wenn all das eingetreten ist, helfen der Haut „leistungsfähigere Cremes mit speziellen Transportsystemen“, erklären die Experten. Sie bringen Wirkstoffe in tiefer gelegene Schichten. Im Handel findet man solche Produkte oft mit dem Hinweis, sie enthielten „wirksame Aktivstoffe“. Das können etwa Vitamine, Provitamine oder Proteine sein, die Feuchtigkeit spenden.

Die Augen

Nachlassende Sehkraft sollte in der Regel in den 30ern noch kein großes Thema sein. Schwere Sehfehler werden in der Regel früher diagnostiziert und die sogenannte Alterssichtigkeit beginnt erst später. Die Ursache dafür sind Veränderungen der Sehorgane etwa ab dem 40. Lebensjahr: Die Pupillen verengen und trüben sich, und die Flexibilität der Linse lässt nach. Die Fähigkeit der Augen, sich auf nahe Ziele einzustellen, verringert sich mit zunehmendem Alter. Also: In den 30ern sollte unsere Sehkraft uns im Normalfall (noch) keine Probleme bereiten.

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