Berlin - Zum Frauentag werden gern die Errungenschaften der Gleichberechtigung gefeiert. Das ist symbolisch wichtig, doch es ändert nichts daran, dass auch am 8. März Frauen physische, psychische und sexualisierte Gewalt erleben, besonders häufig im eigenen Zuhause und in der Beziehung. In den Frauenhäusern der Bundesrepublik leben rund 30.000 Frauen und Kinder. Seit Jahresbeginn wurden 28 Femizide begangen. In der Berliner Gewaltschutzambulanz stiegen die Fälle im vergangenen Jahr um acht Prozent.

Für Betroffene ist es schwer, aus der Gewaltspirale hinauszufinden. Das liegt auch an gesellschaftlichen Erwartungen an romantische Beziehungen: Die Gewalterfahrungen passieren ja genau dort, wo alles gut sein sollte, und sind daher meist mit Scham- und Schuldgefühlen verbunden. Die Macht erlangt der meist männliche Täter über Kontrolle. Nicht selten lässt er die Partnerin nicht aus den Augen. Umso schlimmer, wenn Außenstehende nicht eingreifen. Denn viele Verletzungen sind sichtbar.

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