Trampelparade bei Hagenbecks Elefanten: Für uns Menschen ist es die allfällige Halloween-Dekoration und ansonsten eine ganz nette PR-Aktion, für die Dickhäuter allerdings eine willkommene Abwechslung. Dienstag, früher Morgen, ein Fototermin im Hamburger Tierpark bei den Asiatischen Elefanten. Es gibt einen sorgfältig ausgelegten Teppich mit bunten Herbstblättern, in dem Äpfel und Wurzeln versteckt sind, prallrunde Kürbisse und zahlreiche Stangen Mais: Kaum sind die Schiebtüren der Elefantenboxen geöffnet, rennt die neunköpfige Herde los und stürzt sich auf das so kunstvolle wie schmackhafte Arrangement.

Was für ein Schlachtfeld, hinfort mit dem Zierrat! Ein leichter Tritt reicht aus, um die aufwendig verzierten Kürbisfratzen zum Bersten zu bringen. Gerade für die Elefantenkinder Raj und Santosh ist das wohl ein spannendes Abenteuer, schließlich bekommen sie sonst nur langweiliges Buschwerk zum Frühstück. Von wegen, mit Lebensmitteln spielt man nicht: Die beiden Rabauken funktionieren die Kürbiskugeln zu Fußbällen um, treten sie in den Wassergraben und angeln das, was nach dieser Tortur von dem Brauchtums-Gemüse übrig geblieben ist, wieder heraus.

Dichtes Gedränge am Halloween-Buffet: Asiatische Elefanten in Hagenbecks Tierpark.
Foto: dpa/Christian Charisius

Der Sinn und Zweck der Kürbis-Gaudi: „Das Halloween-Frühstück war eine willkommene Abwechslung, auch gerade, weil unsere Besucher aufgrund von Corona die Asiaten im Moment nicht füttern können“, weiß Michael Schmidt, Reviertierpfleger im Elefantenhaus.