Bloß nicht loslassen: Der doppelte Nachwuchs klammert sich am Elternteil fest.
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BristolGroße Freude im Zoo von Bristol: Dort kam zuletzt nicht nur ein Babygorilla zur Welt, auch bei den Goldenen Löwenäffchen hat es mit dem Nachwuchs geklappt, das Affenpärchen Missy und Dourado bekam Zwillinge. Ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, ist doch Leontopithecus rosalia wie alle vier Arten der Löwenäffchen in seinem Bestand bedroht, da es nur in den südostbrasilianischen Regenwäldern vorkommt, die durch Rodungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

In den Bristol Zoo Gardens haben die Besucher jetzt Gelegenheit, die Äffchen bei der Nachwuchspflege zu beobachten. Und die wird bei den Primaten besonders in den ersten Wochen sehr ernst genommen und auf vielen Schultern verteilt: Auch der Vater, in diesem Fall Dourado, und die anderen Tiere der Gruppe beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht, sie tragen die kleinen Süßerchen herum, beschäftigen sich mit ihnen und übergeben sie der Mutter nur zum Säugen. Eine echte Entlastung!

Ab der fünften Lebenswoche werden die Äffchen dann zusehends selbstständiger, mit vier Monaten werden sie entwöhnt. Dann ist es vorbei mit der Klammerei, zumindest an Vaters Rücken. Stattdessen können dann Bäume, Höhlen und Dickicht erklommen werden, wo sich sicher der eine oder andere Ast zum Festhalten findet. Der soziale Zusammenhalt in der Gruppe bleibt bestehen: Die Tiere teilen sich das Essen und helfen sich gegenseitig bei der Fellpflege.

Im Zoo von Bristol hat Mutter Missy schon viermal Zwillinge zur Welt gebracht, aber dies ist das erste Mal, dass beide Tiere überlebt haben. Bis man das Geschlecht der kleinen Goldstücke erkennen kann, wird es noch ein wenig dauern. Dann gibt es auch Namen für die Äffchen: Wir sind gespannt.