Berlin - Bald sind sie wieder da: die allseits ungeliebten, weithin gefürchteten Raupen des Eichen-Prozessionsspinners. Fertig ausgebildet ist der aus ihnen erwachsene Schmetterling, er gehört zur Familie der Zahnspinner, ein eher unscheinbarer, asch- bis braungrauer Flattermann, aber bis zu seiner Verpuppung treibt er ein gefährliches Spiel: Die Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien, ab dem dritten entwickeln sich bei den Larven sogenannte Brennhaare mit Widerhaken, die ein Nesselgift (Thaumetopoein) enthalten und beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen – allergische Hautreaktionen.

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinner sind allerdings nicht nur für Menschen eine Gefahr, sondern schädigen auch die Bäume. Wie ihr Name schon andeutet, bevorzugen sie Eichen, sind allerdings nicht darauf beschränkt – auch Hainbuchen können das Opfer der blätterfressenden Raupen werden. Sie gelten als Schädlinge, da sie bei ihren Wirtspflanzen einen Lichtungs- oder Kahlfraß verursachen. Bei mehrjährigem starkem Auftreten kann der Baum direkt oder durch Folgeerscheinungen nachhaltig geschädigt werden – und sogar eingehen. Seit jeher stellt sich die Frage, wie der Schädling bekämpft werden soll.

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