Berlin/Zagreb - In Kroatien hat ein Schlittenhund offenbar einen Wanderer vor dem Erfrieren bewahrt. Dabei brauchten die Retter einige Zeit, um den am Bein schwer verletzten Mann zu erreichen: Grga Brkic war bereits am Sonnabend in der Nähe des Bergs Vaganski Vrh im Velebit-Gebirge einen Abhang heruntergestürzt, ein schwieriges Terrain, Schnee, Glatteis, Gestrüpp und Erdrutsche erschwerten den Zugang. Wie der kroatische Bergrettungsdienst HGSS auf Facebook und Twitter mitteilte, hatte sich der Hund des Verunglückten, ein Alaskan Malamute, kreisförmig auf den Verunglückten gelegt und ihn über 13 Stunden lang warm gehalten.

„Die Liebe zwischen Menschen und Hunden ist grenzenlos“

Nun wird vor allem der Hund für seine Heldentat gelobt: „Die Freundschaft und die Liebe zwischen Menschen und Hunden sind grenzenlos“, schwärmt der HGSS, bei der Gelegenheit erfahren wir auch den durchaus passenden Namen des Retters: North. „ Aus diesem Beispiel können wir alle lernen, wie wir füreinander sorgen. Gemeinsam in glücklichen wie in schlechten Zeiten und schwierigen Momenten, so ist das Leben.“ Und mehr noch: „Dieser Hund ist ein echtes Wunder, freundlich, sympathisch – vielleicht mag er die Menschen mehr als andere Hunde“, sagte sein Eigentümer, Brkics Cousin, der Tageszeitung Jutarnji List.

In der Tat ist der Alaskan Malamute bekannt für sein dichtes, warmes Fell und sein Durchhaltevermögen. Er gilt als anhänglicher, freundlicher Hund und treuer, ergebener Begleiter und gehört zu den ältesten arktischen Hunderassen. Seit über 2000 Jahren ziehen diese Hunde vor allem Güter und Schlitten der Menschen in dieser Region – sie sind die stärksten und größten der Schlittenhunde. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie im Schlittenhundesport populär. Der Alaskan Malamute sieht wolfsähnlich aus, er hat braune, bräunlich-rote oder schwarze Augen. (mit AFP)