BerlinDer Gemeinschaftsgarten „Peace of Land“ liegt am Rand von Prenzlauer Berg, in der Nähe der Landsberger Allee. Früher hatte das Grünflächenamt hier einen Stützpunkt, dann lag das Grundstück ein paar Jahre brach. 2016 haben enthusiastische Anwohner es aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und begonnen, die Brache in einen großen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln. Vier Jahre später ist aus der Vision blühende Wirklichkeit geworden: Zwischen Hochbeeten mit Tomaten und Kapuzinerkresse, einem Wildbienenhügel mit blühenden Stauden und zwei großen Bottichen mit Aquakulturen summt und brummt es auch im frühen Herbst nur so von Insekten. In einer sonnigen Ecke stehen ein paar Stühle um einen kleinen Tisch verteilt.  

Auf dem einen Stuhl sitzt Monika Egerer, Insektenforscherin von der TU Berlin. Auf dem anderen sitzt Alexandra Engel, eine der Gärtnerinnen von „Peace of Land“. Egerer will in einem Forschungsprojekt herausfinden, was für Bienen, Wespen, Hummeln und Schwebfliegen in Gemeinschaftsgärten vorkommen und was die Insekten als Bestäuber leisten. „Wir wollen mehr über die Bedeutung der Bestäuber in der Stadt erfahren. Dafür sind wir dringend auf die Hilfe der Bürger angewiesen“, sagt Egerer, deren Projekt in Zusammenarbeit mit der Museum für Naturkunde Berlin gerade als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden ist.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.