BerlinEs gibt in Deutschland eine intensive Debatte darüber, wer zuerst gegen Corona geimpft werden soll. Am 21. Dezember will die Europäische Arzneimittelbehörde ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer vorlegen. Erste Impfungen könnten möglicherweise noch im Dezember beginnen. Für die Impf-Priorisierung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland nun am Donnerstag ihre endgültige Empfehlung vorgelegt. Sie umfasst 60 Seiten.

Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung stehe, sollten diese dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit, wo die Stiko als un­ab­hängiges Experten­gremium angesiedelt ist. Die Impfung sollte daher zunächst Personen ab 80 Jahren und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese seien besonders gefährdet. Gleichzeitig empfehle die Stiko die Impfung medizinischen Personals mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.

„Der alles entscheidende Risikofaktor für eine schwere Covid-19-Erkrankung ist das hohe Alter“, sagte Thomas Mertens, der Vorsitzende der Stiko. „Modellrechnungen zeigen, dass durch die Impfung dann die meisten schweren Erkrankungen und Todesfälle verhindert werden, wenn die Impfung zuerst Menschen ab 80 Jahren angeboten wird.“ Die „Stiko-Empfehlung zur Covid-19-Impfung“ enthält sechs Stufen:

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