Berlin - Das erste Treffen findet in einem grün-weißen Gerät statt, das so aussieht wie ein großer Drucker. Dort findet das Spermium zur reifen Eizelle, gelangt in ihren Zellkern, sie verschmelzen miteinander. Dort begegnen sich die Chromosomen, die Träger der Erbinformation, der weiblichen und männlichen Keimzellen – und führen dazu, dass sich die Eizelle zum ersten Mal teilt. Aus zwei Zellen werden vier, dann acht, dann 16. Und irgendwann eine sogenannte Blastozyste, eine komplexe Zellstruktur, die sich in die Gebärmutter einnisten muss, um weiter wachsen zu können – anfangs ist sie nur ein Bruchteil eines Millimeters groß.

Das grün-weiße Gerät heißt Geri und ist ein hochmoderner Brutschrank, ein sogenannter Time-Lapse-Inkubator, der alle fünf Minuten eine neue Aufnahme von dem sich entwickelnden Embryo macht und in einem Kinderwunschzentrum am Kudamm steht, das Wunschkinder heißt. Aus den automatisch aufgenommen Bildern entsteht ein Zeitraffer, wie ein Schwarz-Weiß-Film mit dem Namen „vom Ei zum Embryo“, der den werdenden Eltern als kleines Geschenk mitgegeben wird.

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