Wie der Name schon sagt, ist die Kanadagans ursprünglich im Norden Nordamerikas zu Hause. Sie breitet sich schnell aus und steht im Verdacht, heimische Arten zu verdrängen, mit denen sie um Nahrung konkurriert.
Wie der Name schon sagt, ist die Kanadagans ursprünglich im Norden Nordamerikas zu Hause. Sie breitet sich schnell aus und steht im Verdacht, heimische Arten zu verdrängen, mit denen sie um Nahrung konkurriert.
Foto: imago images/BIA

Berlin - Alte Autoreifen liegen auf einem Schrottplatz in Asien, in ihrem Gummi sammelt sich Wasser. Kleine, warme Pfützen entstehen, genau die Umgebung, in der Tigermücken gern ihre Eiere ablegen. Als die Reifen in einen Container geladen und auf ein Schiff gebracht werden, sind die Eier mit dabei. Und auch bei der Ankunft in Deutschland, wo die Reifen geschreddert und im Straßenbau benutzt werden. 2007 wurde die Asiatische Tigermücke, die Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder auch das West-Nil-Virus überträgt, in Deutschland zum ersten Mal entdeckt, inzwischen kommt sie in Baden-Württemberg und Bayern vor. Das Insekt ist ein Beispiel für eine gebietsfremde invasive Art. Eine Spezies also, die aus jener Gegend der Welt, in der sie eigentlich zuhause ist, in ein völlig anderes Gebiet gelangt und dort heimisch wird. Eine internationale, in der Zeitschrift Biological Reviews veröffentlichte Studie hat soeben festgestellt, dass weltweit inzwischen 18.000 Tier- und Pflanzenarten in Gebieten leben, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen – eine rasante Zunahme mit unkalkulierbaren Auswirkungen. Denn wenn die gebietsfremden Arten sich wohlfühlen und vermehren, hat das oft schädliche Konsequenzen für das Ökosystem, in dem sie gelandet sind, mitunter aber auch für die menschliche Gesundheit.

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