Wien - Als Gott den Menschen geschaffen hatte, waren noch zwei Tonklumpen übrig geblieben. Aber auch die wurden nicht verschwendet. Denn aus dem einen entstand die Dattel und aus dem anderen das Dromedar. So erzählt es jedenfalls eine arabische Legende. Vor allem in den heißen und trockenen Regionen der Erde gibt es zahllose solcher Geschichten, in denen die einhöckrigen Kamele als hochgeschätzte Protagonisten mitspielen. Immerhin haben sie die Kultur und die Wirtschaft in solchen Gebieten schon seit Jahrtausenden geprägt. Und das hat seine Spuren hinterlassen. Nicht nur in den Märchen und Legenden der Menschen. Sondern auch im Erbgut der Dromedare.

Über Letzteres ist im Vergleich zu anderen Nutztieren bisher eher wenig bekannt. Zwar hatten Forscher durchaus schon Dromedar-DNA aus unterschiedlichen Regionen verglichen. Dabei hatten sie sich allerdings auf wenige genetische Marker konzentriert. Regionale Besonderheiten sind dabei kaum herausgekommen, das Erbgut wirkte eher wie ein weltweiter Einheitsbrei ohne große Struktur.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.