Berlin - Die gute Nachricht zuerst: Die Krebssterblichkeit geht in Deutschland und Europa seit Jahren zurück. Nichtsdestotrotz werden 2021 bis Ende des Jahres EU-weit fast 1,3 Millionen Menschen an einer Krebserkrankung gestorben sein. Das geht aus der Datenanalyse eines internationalen Forscherteams hervor. Besorgniserregend sei die Entwicklung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs, schreiben die Wissenschaftler in den Annals of Oncology. Hier sinke die Rate der Todesfälle allenfalls marginal, bei Frauen steige sie sogar in den meisten Altersgruppen an.

„Unter den wichtigsten Krebsarten ist Bauchspeicheldrüsenkrebs die vierthäufigste und nach wie vor die einzige, bei der die Sterblichkeitsrate in Europa in den letzten drei Jahrzehnten bei beiden Geschlechtern insgesamt nicht gesunken ist“, fasst Carlo LaVecchia von der Universita degli Studi di Milano (Mailand/Italien) zusammen. „Es ist wichtig, dass Regierungen und politische Entscheidungsträger angemessene Ressourcen für die Prävention, Früherkennung und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs bereitstellen, um diese Trends in naher Zukunft zu verbessern.“

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