Zu den typischen Frühblühern gehören auch Narzissen.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

BerlinTeils haben die Baumärkte und Gärtnereien geschlossen und die Supermärkte brauchen den Platz für Hamster-Waren: Wer was Blühendes für Balkon und Garten sucht, hat in manchen Regionen Deutschland im Handel womöglich Pech. Was man selbst tun kann, erklärt die Deutsche Presse-Agentur.

Frühblüher: Ihre Zeit ist leider vorbei

Zu den typischen Frühblühern, die nun von regionalen Verkaufsstopps am meisten betroffen sind, gehören Primeln, Narzissen, Tulpen und andere schon jetzt zwischen dem Abschluss der kalten Tage und dem sich aufwärmenden Frühling blühenden Pflanzen. Das Problem für alle, die keine Ware mehr im Handel bekommen: Man kann sie nicht einfach schnell selbst innerhalb von Tagen nachziehen.

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Sie hätten im Garten schon im Herbst in der Erde landen müssen, damit die Frühblüher noch vor dem ersten Frost Wurzeln bilden. Außerdem startet das Wachstum im Frühling erst, wenn die Pflanzen nach einer Kältephase (des Winters) die Wärme (des Frühlings) verspüren.

Die Gärtnereien simulieren diese Impulse, indem sie die Pflanzen für einige Wochen in einen Kühlraum geben, gefolgt von einer Wärmekur im Gewächshaus. Daher sind die Pflanzen im Handel meist auch viel früher dran als jene, die man selbst im Gartenboden zieht - man bezeichnet das als vorgetrieben.

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Diesen Prozess kann man auch zu Hause mit den entsprechenden Zwiebeln und Knollen machen - allerdings nicht mehr auf die Schnelle jetzt im Frühling. Hyazinthen etwa brauchen etwa zehn Woche Kühle und drei bis vier Wochen Wärme, bevor sie erblühen.

Pflanzen retten: Gibt es alternative Verkaufswege?

Es lohnt sich, lokal nach den angebotenen Alternativen zu schauen und so zum Pflanzenretter zu werden. So wurden zum Beispiel mancherorts die Pflanzen aus geschlossenen Baumärkten an andere Geschäfte, etwa Supermärkte, abgetreten. Oder lokale Fachgärtnereien steigen spontan in den Versandhandel ein.

Gemüse: Vortreiben, aber noch nicht aussetzen

Für die meisten Gemüsepflanzen ist es noch zu früh, sie im Garten oder in die Balkonkästen zu setzen. Denn bis Mitte Mai drohen in Deutschland Minusgrade - auch in dieser Woche. Dieser Frost bedeutet den Tod für kälteempfindliche Pflanzen. Daher werden die meisten Gemüsepflanzen erst im Mai gesetzt, bei anhaltend warmer Witterung auch schon mal ab Mitte April.

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Aber Gemüsepflanzen wie Salate, Tomaten, Paprika und viele Kräuter lassen sich im Haus vorziehen - dafür ist es sogar schon längst Zeit.

Je nach Art werden dafür zwischen Ende Februar und Anfang April Samen in Gefäße gegeben und im warmen Haus auf der hellen Fensterbank gehalten. Auch viele schöne Blüher, die im Sommer Balkon, Terrasse und die Gartenbeete zieren, lassen sich nun so vorziehen.

Es gibt aber auch Ausnahmen von der Mitte-Mai-Regel: Robustere Gemüsesorten wie Salat, Spinat und Radieschen dürfen bereits jetzt direkt im Freien ausgesät werden. Ob die eingekauften Samen dazu gehören, sollte auf den Produktinformationen auf den Tütchen stehen.

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