Potsdam - Der Golfstrom schwächelt. „Noch nie in über 1000 Jahren war die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (Amoc), auch als Golfstromsystem bekannt, so schwach wie in den letzten Jahrzehnten“, schreibt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einer Mitteilung. Das habe eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Irland, Großbritannien und Deutschland ergeben. „Sie fanden solide Belege dafür, dass die Abschwächung im 20. Jahrhundert im vergangenen Jahrtausend beispiellos war.“ Die Forscher des PIK sehen eine Verbindung mit der globalen Erwärmung.

„Das Golfstromsystem funktioniert wie ein riesiges Förderband, das warmes Oberflächenwasser vom Äquator nach Norden transportiert und kaltes, salzarmes Tiefenwasser zurück in den Süden schickt“, erklärt Stefan Rahmstorf, Forscher am PIK und Initiator der Studie, die am 25. Februar im Fachjournal Nature Geoscience veröffentlicht wurde. „Es bewegt fast 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde, etwa das Hundertfache des Amazonasstroms.“

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