Berlin - Klimastreik in Berlin: Am Freitag fand in Berlin eine Groß-Demo für den Klimaschutz statt. Für die globale Streikwoche haben Aktivisten von Fridays For Future schon Proteste in mehr als 2000 Städten in 129 Staaten angekündigt. Unser Newsblog dokumentiert die Ereignisse des Tages in Berlin.

20:17 Uhr: Blockaden und Proteste bis in die Nacht

Auch weit nach dem Ende der großen Fridays For Future-Demo finden auf Straßen, Kreuzungen und Brücken der Stadt Besetzungen statt. Im Ganzen entspannt sich die Lage zur Nacht hin - wir schließen deshalb die Berichterstattung innerhalb dieses Newsblogs, der nun im Rückblick den Verlauf des ereignisreichen Klimastreik-Tages in Berlin dokumentiert. 

19:52 Uhr: Polizei äußert sich zu Sitzblockaden

19:32 Uhr: Lage auf der Mehringbrücke entspannt

19:29 Uhr: Tiergartentunnel dicht

19.15 Uhr: Massive Polizeipräsenz am Flughafen Tegel

19:07 Uhr: Mehringbrücke - Polizei holt Verstärkung

18:55 Uhr: Angeblich Festnahmen beim Antikapitalistischen Block

An einer Demo des Antikapitalistischen Blocks sollen sich 2000 Menschen beteiligt haben. Laut Veranstaltern habe es mehrere Festnahmen gegeben. 

18:35 Uhr: Red Rebellions blockieren Potsdamer Platz

18:30 Uhr: Ende Gelände blockieren Brücke und Tempelhofer Ufer

18:20 Uhr Auch am Abend wird weiterdemonstriert

18:19 Uhr: Aktivisten blockieren Parkplätze in Treptow

Im Zuge des heutigen Parking-Days haben Anhänger verschiedener Bündnisse Parkplätze in der Baumschulenstraße in Berlin-Treptow blockiert. Bei diesem Aktionstag kaufen Teilnehmer Parktickets und nutzen die Parkflächen dann als Sitzbereiche oder stellen dort Pflanzen auf.

18:03 Uhr: Sit-in am Potsdamer Platz

Die Bewegung Extincition Rebellion protestiert am Potsdamer Platz. Die meisten Teilnehmer sitzen auf dem Platz.  

17:47 Uhr: Party-Demo ist unterwegs zum Alexanderplatz

Nach der Großdemonstration rund um das Brandenburger Tor hat sich in Berlin am Freitagnachmittag eine weitere Klimademo in Gang gesetzt: Am Potsdamer Platz startete gegen 17 Uhr Party-Protestzug mit einigen Tausend Teilnehmern, zu dem die Berliner Clubbetreiber aufgerufen hatten.

Begleitet von Techno-Beats, die von mehreren Lautsprecherwagen wummerten, zogen die Demonstranten Richtung Alexanderplatz. Die Feierlaune wollten sich die Teilnehmer trotz Sorgen um das Weltklima sichtlich nicht nehmen lassen. Das Motto der Demo lautete: „No Future, no Dancefloor“. (dpa)

17:42 Uhr: S-Bahn hält wieder am Brandenburger Tor

17:36 Uhr: Was von der Demo übrig blieb

Viele Demonstranten am Potsdamer Platz sind schon weg, einige haben ihre Plakate nicht wieder mit nach Hause genommen oder den Müll entsorgt. 

17:19 Uhr: Demo am Askanischen Platz

Die Demonstranten von Ende Gelände sind am Askanischen Platz angekommen.

16:51 Uhr: Ende Gelände am Potsdamer Platz

Am Potsdamer Platz haben sich Anhänger der Umweltanhänger Ende Gelände versammelt, sie wollen zum Askanischen Platz laufen und dort demonstrieren. 

Die Bewegung "Extinction Rebellion" sammelt sich nun in der Potsdamer Straße.

16:30 Uhr: Polizei äußert sich zum Demotag

Die Berliner Polizei geht bei den Teilnehmerzahlen des Klimastreiks von 100.000 Menschen aus. Die Veranstalter selbst sprechen von 270.000. Zu Vorfällen während der Veranstaltung sagte eine Polizeisprecherin, dass im Bereich der A100 ein Banner von einer Brücke ausgerollt worden war. Das habe den Verkehr aber nicht behindert. Außerdem gab es über den Tag Blockadeaktionen, ansonsten sei es ruhig geblieben. 

15:53 Uhr: Extinction Rebellion wollten Potdamer Platz besetzen

Ein Aktivist der radikalen Bewegung Extinction Rebellion verrät unserem Reporter vor Ort, ihr ursprünglicher Plan sei es gewesen, den Potsdamer Platz zu besetzen. Der ist allerdings seit 13 Uhr gesperrt, so ein Polizeisprecher. 

15:47 Uhr: Jutta Ditfurth kritisiert "gruseligen Redebeitrag"

15:33 Uhr: "Erwachsene brauchen Grenzen"

Zu den Demoteilnehmern gehört auch Sängerin Judith Holofernes (Wir sind Helden). Auf Twitter zeigt sie ihr Lieblingsplakat:

15:20 Uhr: "Wir sind keine ,ungeduldigen jungen Menschen'"

Luisa Neubauer von Fridays for Future Deutschland:

15:14 Uhr:  Fridays for Future Berlin vermeldet 270.000 Teilnehmer

15:07 Uhr: Demonstranten ziehen durch Berlin

14:25 Uhr: Am Platz des 18. März ist alles dicht

14:09 Uhr: Demozug ist in Bewegung

14:04 Uhr: Polizei empfiehlt Ausweichrouten

Wegen der Demonstrationen ist die Buslinie 200 zwischen Berliner Rathaus und Zoologischem Garten derzeit unterbrochen. Auch die Straßenbahnlinie M1 bedient derzeit nicht die Strecke zwischen U Oranienburger Tor und der Haltestelle Am Kupfergraben  wie die BVG via Twitter mitteilt. 

Wegen des großen Andrangs rund um den Pariser Platz empfiehlt die Polizei auf die angrenzenden Straßen auszuweichen.

13:54 Uhr: Mehr als 100.000 Teilnehmer in Berlin

13:51 Uhr: Mahmoud und Heiner demonstrieren

Mahmoud, 17, und Heiner, 17, kommen immer nur zu den Großdemos, weil sie sich kurz vor dem Abitur nicht leisten können, freitags so oft zu fehlen. Heiner hat sein Leben aber auch fernab der Demos umgestellt: Er fährt nur noch mit dem Rad zur Schule und kauft vor allem regionale Produkte.

13:46 Uhr: Mehrere Generationen streiken zusammen

Hier demonstrieren drei Generationen: Hannes (12), Julian (8), Zeyneb (11), ihre Mutter Mareike Bürmann (42) sowie deren Eltern Angela (73) und Eckard Bürmann (75). Für die Großeltern ist es das erste Mal bei Fridays for Future. Auch, weil sie ein schlechtes Gewissen haben, sagt Angela Bürmann. "Wir haben zu lange nichts getan und alles der Politik überlassen."

13:42 Uhr: Grünen-Politikerinnen verpassen Streikbeginn

Die Berliner Grünen-Politikerinnen Silke Gebel und Antje Kapek kommen zu spät zum Streik. Beide hatten bis heute morgen in Erfurt zu tun, inzwischen sollten sie per Bahn in Berlin angekommen sein.

13:40 Uhr: Carola Rackete spricht am Brandenburger Tor

Seawatch-Kapitänin Carola Rackete spricht für Extinction Rebellion auf der Bühne am Brandenburger Tor. Sie fordert Zusammenarbeit aller Menschen im Kampf gegen den Klimawandel. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass unser Protest sich oft nicht nach großem Erfolg anfühlen wird, sondern dass es darum gehen wird, Schlimmeres zu verhindern."

Sie fordert alle zur Teilnahme an Aktionen der radikalen Klimaschützer von Extinction Rebellion auf: "Extinction Rebellion ist nicht nur ein Protest gegen das Aussterben, sondern eine Rebellion für das Leben."

Klimastreik in Berlin: Das ist die Demo-Route

Der Demonstrationszug auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor ist gestartet. Mehr als 80.000 Teilnehmer sind bisher dabei. Gegen 18 Uhr versammelt sich der Zug wieder zu einer Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor.

13:14 Uhr: Riesige Menschenmenge rund ums Brandenburger Tor

13:08 Uhr: Franziska Wessel "überwältigt" von Ansturm

Die Berliner Fridays-for-Future-Organisatorin Franziska Wessel (15) ist begeistert von der großen Anzahl an Menschen vor dem Brandenburger Tor: "Ich bin total überwältigt davon, wie viele gekommen sind. Viele Ältere sind auch gekommen - das ist besonders wichtig, weil sie der Politik Angst machen. Weil sie wählen können", sagte sie. Derzeit spielen Culcha Candela auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.

12:52 Uhr: 80.000 Teilnehmer sollen dabei sein 

Auf der Bühne wurde gerade verkündet, dass 80.000 Menschen am Brandenburger Tor zusammengekommen sind, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. 

12:59 Uhr: Drastischer Protest beim Klimastreik

„No Future“ - Eine Frau trägt ein Baby zu Grabe. 

12.45 Uhr: Klimastreik - Auch Hunde machen mit

12:39 Uhr: S-Bahn hält nicht am Brandenburger Tor

12:37 Uhr: Viele Tausende demonstrieren in Berlin

Viele Tausend Menschen haben sich rund um das Brandenburger Tor zu einer Demonstration für mehr Klimaschutz versammelt. Unter dem Motto „Alle fürs Klima“ hatten verschiedene Initiativen zu der Aktion aufgerufen, darunter die Bewegung Fridays for Future. Sie erwarteten im Vorfeld 10.000 Teilnehmer. Weder Veranstalter noch die Polizei wollten sich zunächst zu Teilnehmerzahlen äußern.

Schon am Vormittag gab es in Berlin anlässlich des weltweiten Klimastreiks diverse kleinere Demonstrationen und andere Protestaktionen wie kurzzeitige Straßenblockaden. Laut Polizei verliefen sie friedlich. (dpa)

12:11 Uhr: Einschränkungen bei ÖPNV und auf den Straßen

12:09 Uhr: Kirchenläuten fürs Klima

Anlässlich des Klimastreiks am Freitag haben in Berlin und Brandenburg fünf Minuten vor 12 Uhr viele Kirchenglocken geläutet. Einem entsprechenden Aufruf der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz folgten zahlreiche Gemeinden, wie eine Sprecherin sagte. Die Aktion zur Unterstützung der Proteste für mehr Klimaschutz sei aber freiwillig gewesen.

Die katholische Kirche beteiligte sich nicht. Das Läuten der Kirchenglocke diene ausschließlich dem Zweck, die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, sagte ein Sprecher des Erzbistums Berlin. Wie bei der evangelischen Landeskirche konnten indes auch Mitarbeiter des Bistums und Organisationen wie der Caritas an den Klimaprotesten teilnehmen. (dpa) 

11:51 Uhr: Die Fotos zu den Klimademos in Berlin

11:47 Uhr: Es wird eng auf dem Pariser Platz

11:45 Uhr: Unternehmer-Demo setzt sich in Bewegung

11:16 Uhr: Protest am Brandenburger Tor

Optisch drastischer Protest am Brandenburger Tor: Klima-Aktivisten stehen mit dem Strick um den Hals auf langsam schmelzenden Eisblöcken. Absurd: Gleich daneben steht ein Werbeplakat für Florida Eis.

11:14 Uhr: Polizei: Bisher alles friedlich

11:11 Uhr: Berliner machen sich auf den Weg zur Demo

10:54 Uhr: Berliner Unternehmen beteiligen sich am Klimastreik

Unternehmerin Katharina Reuter hat die Demo von Entrepreneurs For Future mitorganisiert. Sie sagt, Wirtschaft will und kann Klimaschutz.

Christian Ahlers von Startnext in Kreuzberg - einer Crouwdfunding- Plattform für nachhaltige Projekte. Er sagt, die Achtjährigen hätten es mit ihren Fridays-for-Demos vorgemacht. Es werde Zeit, dass immer mehr Erwachsene aufstehen. Außerdem hat der 27-Jährige auch richtig Bock, Vater zu werden und die Welt für seine Kinder zu erhalten. 

10:50 Uhr: 100.000 gehen in Australien auf die Straße

Australien hat seine Klimademo wegen der Zeitverschiebung schon hinter sich. Rund 100.000 waren nach Informationen der Veranstalter allein in Melbourne, insgesamt sollen es 300.000 gewesen sein. 

10:46 Uhr: Aktivisten ziehen vors Kanzleramt - Blockaden an vielen Orten

Zum Auftakt des Klimastreiks in Berlin hat es am Freitagmorgen mehrere Protestaktionen gegeben. Geschätzt 200 Menschen beteiligten sich am Morgen an einem Fahrradkorso vom Ernst-Reuter- Platz in Charlottenburg in Richtung Innenstadt. Im morgendlichen Berufsverkehr auf den umliegenden Straßen kam es daraufhin zu Behinderungen und Staus. Vor dem Kanzleramt, wo die Koalition am Morgen weiter über ein Klimapaket für Deutschland verhandelte, versammelten sich einige Dutzend vornehmlich junge Demonstranten.

An der Kreuzung Holzmark-/Alexanderstraße nahe der Jannowitzbrücke in Mitte blockierten Aktivisten kurzzeitig eine Kreuzung mit Absperrband - als die Polizei kurze Zeit später eintraf, war die Aktion schon wieder beendet. Auf einer Überführung über die Stadtautobahn 100 in Tempelhof brachten Umweltschützer kurzzeitig ein Banner an: „Saubere Autos sind ein dreckige Lüge“, stand darauf. Am Kottbusser Tor blockierten Fahrradfahrer den Kreisverkehr. (dpa) 

10:41 Uhr: Mehr als 400 Streiks geplant

Um 12 Uhr startet nicht nur der Klimastreik in Berlin. auch in vielen anderen Städten gehen heute Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Straße. 

10:05 Uhr: Spontan-Demo vor dem Kanzleramt

Im Zuge der Demonstrationen zum globalen Klimastreik haben sich Klima-Aktivisten auch direkt vor dem Kanzleramt in Berlin Gehör verschafft. Eine Gruppe von rund 30 bis 40 vor allem jungen Leuten rollte am Freitag vor dem Zaun des Kanzleramts ein großes Transparent aus, auf dem zu lesen war: „Rückkehr der Klimakanzlerin?“ Sie skandierten unter anderem: „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft raubt.“ Im Kanzleramt tagten die Spitzen der Koalition in einer Marathonsitzung, um eine Einigung auf eine Strategie für mehr Klimaziele zu erreichen. (dpa)

9:39 Uhr: Blockade am Mehringdamm

Eine Fahrrad-Demo erreicht Kreuzberg und blockiert die große Kreuzung am Mehringdamm. 

9:13 Uhr: Aktionsbündnis sperrt Kreuzung an der Jannowitzbrücke

Das Aktionbündnis „Ungehorsam für alle“ errichtet eine Absperrung an der Holzmarktstraße Ecke Jannowitzbrücke.

8:59 Uhr: Hinweise auf GroKo-Einigung bei Klima-Strategie verdichten sich

Nach mehr als 15-stündigen Verhandlungen der Koalitionsspitzen verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Einigung über eine Klimastrategie der Bundesregierung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen in Berlin. (dpa)

8:29 Uhr: Radfahrer blockieren den Ernst-Reuter-Platz

Mit einem Fahrrad-Korso haben am Freitagmorgen in Berlin die Demonstrationen für mehr Klimaschutz begonnen. Aktivisten fuhren gegen 07.45 Uhr vom Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg in Richtung Innenstadt los. Zu dem Korso hatte unter anderem die Gruppe Ende Gelände aufgerufen, die einen sofortigen Kohleausstieg fordert.

Geplant sind außerdem ein Schiffskorso, weitere Demonstrationen von Unternehmern und von Ärzten sowie ein Party-Protestzug der Berliner Clubbetreiber am Nachmittag. Mehrere Gruppen wie Extinction Rebellion wollen außerdem mit Straßenblockaden den Verkehr zeitweise lahmlegen. Nahe des Kanzleramtes wurde ein Protestcamp mit Zelten aufgebaut. Wissenschaftler wollen an der TU Berlin einen Videoappell an die Politik veröffentlichen. (dpa) 

8:22 Uhr: Geschäfte bleiben zu

Einige Geschäfte bleiben in Berlin geschlossen.

8:20 Uhr: Diese Künstler rufen zum Klimastreik auf

Udo Lindenberg, Rezo, Benno Führmann. Auch viele Künstler rufen zum Klimastreik auf.

7:44 Uhr: Mehr als 13 Stunden Verhandlung

GroKo-Spitzen ringen um Einigung bei Klima-Strategie.

Klimastreik am Freitag - Wer darf was auf einer Demo?

Wer bei einer Demonstration fotografieren und filmen darf und ob die Bilder veröffentlicht werden dürfen, erklärt die Juristin Lea Voigt.

Das sind die zehn wichtigsten Veranstaltungen am Klimastreik-Freitag 

Am Freitag finden zahlreiche Veranstaltungen rund um den Klimaschutz in Berlin statt. Wir haben zehn davon ausgewählt.

Kinder zum Klimaschutz: „Den Eisbären schmilzt das Eis unterm Po weg“

Wir haben ein paar kleine Klima-Experten aus Berlin gefragt, worum es beim Klimastreik eigentlich geht.

Erneut Protestcamp gegen Klimapolitik am Kanzleramt geplant

Junge Umweltschützer wollen erneut mit einem kleinen Zeltplatz nahe dem Bundeskanzleramt in Berlin gegen die Klimapolitik protestieren. Wie schon im Juni wollen sie von Donnerstag an dort ihre Zelte aufbauen und eine Woche lang Arbeitsgruppen abhalten und demonstrieren. Einige hundert Teilnehmer werden erwartet, wie die Veranstaltergruppe We4Future am Donnerstag mitteilte. Unterstützt werden sie von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und Fridays for Future.

Über Pfingsten standen auf der Wiese vor dem Veranstaltungsort Tipi am Kanzleramt sechs Gemeinschaftszelte und bis zu 40 kleine private Zelte. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte damals erst kurz vor dem Start des Camps entschieden, dass private Zelte erlaubt sind. Die Polizei hatte zunächst nur größere Versammlungszelte genehmigt. 

Berliner Ämter sollen trotz Klimastreiks normal arbeiten

Trotz Beteiligung von Mitarbeitern am Klimastreik rechnen die Berliner Bezirksämter am Freitag nicht mit nennenswerten Problemen. Sie gehen vielmehr davon aus, dass Behörden mit Publikumsverkehr wie die Bürgerämter normal arbeiten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „Verabredete Termine sowie Sprechstunden werden selbstverständlich eingehalten, hieß es etwa aus dem Bezirksamt Spandau. „Der Dienstbetrieb insbesondere im Bürgeramt ist sichergestellt“, sagte ein Sprecher des Bezirksamtes Neukölln.

Auch die Bezirksämter Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf und Pankow teilten mit, dass sie nicht mit nennenswerten Einschränkungen im Dienstbetrieb rechnen. „Sollte es Auswirkungen geben, werden wir gegensteuern“, sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes Friedrichshain- Kreuzberg. Wie viele Bezirksbeschäftigte zu den Demonstrationen am Freitag gehen, können die Bezirke nicht sagen. Das sei schwer abschätzbar, hieß es.

Klimastreik in Berlin: Sperrungen und eingeschränkter S-Bahn-Verkehr

Am Freitag kommt es in der Berliner Innenstadt zu vielen Straßensperrungen und Verkehrseinschränkungen. Auch die S-Bahn ist betroffen: Ab ca. 22 Uhr sind die Ringlinien S41/42 zwischen Beusselstraße und Gesundbrunnen am Freitag unterbrochen. Am Montagmorgen mit Aufnahme des Fahrbetriebs fährt die Ringbahn wieder wie gewohnt.

Reisende mit Ziel Hamburg / Schwerin bzw. aus dieser Richtung kommend beachten bitte, dass die BAB 10 (Berliner Ring) in beiden Richtungen zwischen dem Autobahndreieck (AD) Havelland und dem AD Kreuz Oranienburg ab Freitagabend 22 Uhr gesperrt ist. Auch wenn weiträumige Umleitungen ausgewiesen sind, müssen sich Reisende auf eine um mehrere Stunden verlängerte Fahrzeit einstellen. Der gesperrte Streckenabschnitt wird erst am Montagmorgen, ca. 05:00 Uhr wieder freigegeben.

Klimastreik in Berlin: Schulfrei gibt es nicht

Schulfrei gibt es für die Berliner Schüler zum Klimastreik nicht - anders als beispielsweise in New York, wo an diesem Tag eine Ausnahmeregelung gilt. „Es wird keine Regelung nach New Yorker Vorbild geben. Es gilt die Schulpflicht“, sagt Martin Klesmann, Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung. Berliner Schulen hätten bisher aber einen pragmatischen Weg gefunden, mit den Demonstrationen und den daraus entstehenden Fehlstunden umzugehen. Dabei will man es belassen.

Veganz und Modulor bleiben am Freitag zum Klimastreik geschlossen

Am 20. September werden die drei Filialen von Veganz in Berlin geschlossen bleiben und auch in der Zentrale des Anbieters veganer Lebensmittel. Die etwa 100 Mitarbeiter wollen an der Demo teilnehmen. Auch das 190 Mitarbeiter zählende Kreativkaufhaus Modulor wird geschlossen bleiben. „Wir sind bereit, wirtschaftliche Einbußen für den Klimaschutz in Kauf zu nehmen“, sagt Modulor-Chef Christof Struhk.

Extinction Rebellion plant Blockaden während des Klimastreiks

Während des Klimastreiks in Berlin will die Umweltbewegung Extinction Rebellion strategisch wichtige Punkte in der Hauptstadt blockieren. Geplant seien friedliche und kreative Aktionen unter dem Motto „Ungehorsam für alle“, erklärte die Gruppe am Montag. Ziel sei es, die eskalierende globale Klimakatastrophe und das Massenaussterben von immer mehr Arten in den Fokus zu rücken sowie den Druck auf die Regierung zu erhöhen.

Zum Weltklimatag: Die interaktive Ausgabe der Berliner Zeitung

Die Berliner Zeitung sprengt am 20. September 2019 Grenzen, denn wir bringen das Netz und die gedruckte Zeitung zusammen. Am Freitag erscheint eine interaktive Ausgabe der Berliner Zeitung. Einen kleinen Vorgeschmack liefert unser Making-of-Video.

Sie benötigen dafür unsere neue kostenlose App „Berliner Zeitung 3D“ und eine gedruckte Berliner Zeitung. Die aufwändigen Multimedia-Inhalte der Zeitung erwecken Sie zum Leben, indem Sie die 3D-App öffnen und die Kamera Ihres Smartphones auf markierte Texte und Anzeigen richten.

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