Potsdam - Klimatische Veränderungen haben Südchina zu einem Hotspot für Coronaviren gemacht, die von Fledermäusen übertragen werden. Sie könnten auch eine direkte Rolle bei der Entstehung des Virus Sars-CoV-2 spielen, das die gegenwärtige Covid-19-Pandemie verursachte. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Universität Cambridge, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Hawaii-Manoa, die in der Zeitschrift Science of the Total Environment veröffentlicht wird.

Forscher vermuten, dass Sars-CoV-2 vor einiger Zeit aus dem Tierreich auf dem Menschen übergesprungen ist. Sie fanden unter anderem große genetische Ähnlichkeit mit Coronaviren der Java-Hufeisennase, einer Fledermausart, die in der südchinesischen Provinz Yunnan beheimatet ist. Genau dort hätten klimatische Veränderungen „das Wachstum von Waldgebieten befördert, die Fledermäusen geeignete Habitate bieten“, heißt es in einer Mitteilung des PIK.

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